Boston Scientific Aktie: Mizuho senkt Ziel auf 70 Dollar
Trotz operativ starker Zahlen und Milliarden-Rückkäufen senken Analysten die Kursziele für Boston Scientific massiv.
Kurz zusammengefasst
- Kursziel von RBC auf 85 Dollar gesenkt
- Mizuho reduziert Erwartung auf 70 Dollar
- Fünf Milliarden für Aktienrückkäufe freigegeben
- Wachstumssorgen beim Herzimplantat WATCHMAN
Boston Scientific kämpft mit einem massiven Vertrauensverlust an der Börse. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 53 Prozent an Wert verloren. Während der operative Motor des Medizintechnik-Konzerns läuft, ziehen Analysten nun reihenweise ihre Kursziele nach unten.
Innerhalb weniger Tage kürzten mehrere Bankhäuser ihre Prognosen deutlich. RBC Capital korrigierte das Kursziel auf 85 US-Dollar, während Mizuho die Erwartung drastisch auf 70 US-Dollar senkte. Zuletzt passte Truist Financial den Ausblick auf 62 US-Dollar an.
Wachstumssorgen beim Herzimplantat
Ein Grund für die wachsende Skepsis ist das Herzimplantat WATCHMAN. Analysten erwarten hier künftig ein langsameres Absatzwachstum. Dennoch blickt das Unternehmen auf ein starkes erstes Quartal zurück, in dem der Umsatz um elf Prozent auf 5,2 Milliarden US-Dollar kletterte. Der Gewinn je Aktie lag mit 0,80 US-Dollar über den Markterwartungen.
Milliarden-Rückkäufe gegen den Trend
Das Management setzt nun auf ein massives Aktienrückkaufprogramm. Insgesamt fünf Milliarden US-Dollar hat der Vorstand dafür freigegeben. Eine erste Tranche über zwei Milliarden US-Dollar wird bereits über eine Vereinbarung mit JPMorgan abgewickelt. Dieser Schritt soll den Gewinn je Aktie im laufenden Jahr zusätzlich stützen.
Insidertransaktionen untermauern die Hoffnung auf eine Bodenbildung. In den letzten drei Monaten erwarben Führungskräfte Aktien für rund 600.000 US-Dollar. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 18 wirkt das Papier im historischen Vergleich günstig bewertet.
Für das Gesamtjahr 2026 hält der Vorstand an seinen Zielen fest. Der bereinigte Gewinn soll zwischen 3,34 und 3,41 US-Dollar pro Aktie liegen. Damit bleibt das Unternehmen trotz des schwierigen Marktumfelds bei seiner positiven Ertragsprognose.
Anleger blicken nun auf die kommenden Quartalszahlen. Das Unternehmen peilt für das zweite Vierteljahr einen bereinigten Gewinn von bis zu 0,84 US-Dollar je Aktie an. Ob die Rückkäufe ausreichen, um den Abwärtstrend nachhaltig zu stoppen, hängt maßgeblich von der Entwicklung der Kernsparten ab.
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