Die BP-Aktie kletterte am Dienstag auf ein neues Jahreshoch und trotzte damit den breiteren Sorgen im Energiesektor. Doch die gute Stimmung an der Börse täuscht über einen schwelenden Konflikt hinweg: Eine Koalition von Investoren stellt die Strategie des Managements offen infrage. Sie verlangt Beweise, dass die erneute Fokussierung auf fossile Brennstoffe tatsächlich Werte schafft und nicht langfristig Kapital vernichtet.
Kritik am „Back to Oil“-Kurs
Im Zentrum der Auseinandersetzung steht der vor einem Jahr vollzogene Strategiewechsel des Konzerns. BP hatte angekündigt, die Investitionen in Öl- und Gasprojekte auf rund 10 Milliarden US-Dollar jährlich hochzufahren und gleichzeitig die Ziele für die Energiewende zu stutzen. Die Aktionäre, angeführt vom Australasian Centre for Corporate Responsibility (ACCR), haben nun eine Resolution für die kommende Hauptversammlung eingereicht.
Die Investorengruppe fordert Transparenz. Die zentrale Frage lautet: Erzeugt diese Kapitalumschichtung langfristig Rendite oder setzt sie das Unternehmen massiven Risiken durch künftig wertlose Vermögenswerte („Stranded Assets“) aus? Analysten sehen hier ebenfalls Klärungsbedarf, da die Glaubwürdigkeit bei der Kapitalallokation zunehmend in den Fokus rückt.
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Belastungsfaktoren trotz Kursanstieg
Ungeachtet der internen Querelen reagierte der Markt zunächst positiv. Die Aktie schloss gestern bei 5,46 Euro und nähert sich damit ihrem 52-Wochen-Hoch von 5,62 Euro. Doch fundamental ziehen dunkle Wolken auf. Bereits im Januar deuteten Berichte darauf hin, dass BP Abschreibungen von bis zu 5 Milliarden US-Dollar im Bereich Gas und kohlenstoffarme Energie plant.
Zusätzlich warnen Experten vor schwachen Ergebnissen im Ölhandel. Der Druck auf die Bilanz ist dabei kein exklusives Problem von BP; auch Konkurrenten wie TotalEnergies mussten ihre Aktienrückkaufprogramme bereits anpassen. BP selbst hatte das Rückkaufvolumen schon im April 2025 auf 750 Millionen US-Dollar gesenkt, um Liquidität zu schonen.
Die kommenden Tage dürften entscheidend für die weitere Richtung sein. Am 9. Februar wird BP die Zahlen für das vierte Quartal vorlegen. Dann muss das Management nicht nur die hohen Abschreibungen erklären, sondern auch aufzeigen, wie der Spagat zwischen fossiler Rendite und den Forderungen der kritischen Aktionäre gelingen soll.
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