Fast 16 Jahre nach der verheerenden Deepwater-Horizon-Katastrophe wagt BP die Rückkehr in die Tiefsee des Golfs von Mexiko. Die US-Regierung hat dem britischen Energiekonzern grünes Licht für das milliardenschwere Kaskida-Projekt erteilt. Diese wegweisende Genehmigung fällt in eine Phase, in der rasant steigende Ölpreise und ein anstehender Chefwechsel das Unternehmen ohnehin massiv umkrempeln.
Rückkehr in die Tiefsee
Mit einer Investition von fünf Milliarden US-Dollar will BP das Kaskida-Feld erschließen. Die Entdeckung liegt fast 20 Jahre zurück, scheiterte aber bislang an der fehlenden Technologie für die extremen Druckverhältnisse in der Region. Ab 2029 sollen hier schätzungsweise 275 Millionen Barrel Öl gefördert werden. Umweltschützer kritisieren den Schritt scharf und warnen vor neuen ökologischen Risiken an der US-Küste.
Der Vorstoß wird durch ein hochprofitables Marktumfeld flankiert. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten haben den Preis für Brent-Rohöl seit Ende Februar um über 36 Prozent in die Höhe getrieben. Notierungen von über 80 US-Dollar pro Barrel spielen dem Upstream-Geschäft von BP, das zuletzt rund 40 Prozent des operativen Gewinns ausmachte, direkt in die Karten.
Das veranlasst mehrere Investmentbanken zu positiven Neubewertungen:
* Bank of America: Kursziel von 370 auf 400 GBp angehoben
* Piper Sandler: Kursziel von 44 auf 47 US-Dollar erhöht
* Goldman Sachs & Berenberg: Kaufempfehlungen bestätigt
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Strategische Neuausrichtung
Intern stellt der Konzern parallel die Weichen neu. Um die Bilanz zu stärken, hat das Management die Aktienrückkäufe vorerst ausgesetzt und fokussiert sich auf den Schuldenabbau. Die Börse honoriert diesen strikten Kurs: Die Papiere notieren aktuell bei 6,22 Euro und haben damit exakt ihr 52-Wochen-Hoch erreicht, was einem starken Jahreszuwachs von knapp 23 Prozent entspricht.
Den weiteren Umbau wird ab April Meg O’Neill leiten. Als erste externe Managerin und erste Frau an der Spitze eines globalen Ölmajors übernimmt sie das Ruder von Murray Auchincloss. Zudem entspannt sich die Lage im Tagesgeschäft, da ein überarbeitetes Vertragsangebot an die Gewerkschaften einen drohenden Streik in der wichtigen US-Raffinerie Whiting abgewendet hat.
BP geht mit erheblichem Rückenwind in das Frühjahr. Die Kombination aus der Kaskida-Genehmigung, hohen Rohstoffpreisen und der anstehenden personellen Erneuerung liefert klare Impulse für die kommenden Monate. Die nächsten konkreten Meilensteine stehen bereits fest: Am 23. April 2026 präsentiert sich die neue Führung auf der Hauptversammlung, bevor der Konzern am 28. April die Ergebnisse für das erste Quartal vorlegt.
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