BP Aktie: Langfristdeal kann Schuldenlast nicht kaschieren

Trotz langfristigem LNG-Deal mit Italien belastet die hohe Verschuldung von 38 Mrd. Dollar die BP-Aktie und lässt Anleger zweifeln.

Kurz zusammengefasst:
  • 17-Jahres-Vertrag für LNG-Lieferungen nach Italien
  • Netto-Verschuldung von 27 Mrd. Dollar offiziell ausgewiesen
  • Zusätzliche 38 Mrd. Dollar an versteckten Verbindlichkeiten
  • Aktienkurs trotz operativer Erfolge weiter unter Druck

Ein neuer LNG-Großauftrag sollte eigentlich für Aufbruchstimmung sorgen. Doch bei BP dominiert eine andere Zahl: 38 Milliarden Dollar. Diese gewaltige Schuldenlast drückt die Aktie des britischen Ölriesen trotz strategischer Erfolge weiter in die Tiefe – und macht jeden Aufschwung zur Zerreißprobe.

Langfrist-LNG-Deal als Lichtblick

BP hat sich einen beachtlichen Coup im europäischen Energiemarkt gesichert. Der Konzern vereinbarte einen 17-Jahres-Vertrag mit dem italienischen Versorger A2A, der ab 2027 jährlich bis zu zehn LNG-Lieferungen umfasst. Mit einem Volumen von rund einer Milliarde Kubikmeter Erdgas soll das Abkommen Italiens Energieversorgung stabilisieren – ein wichtiger strategischer Sieg für BP im hart umkämpften europäischen Gassektor.

BP

GB0007980591
-
Heute: -
7 Tage: -

Schuldenberg verdunkelt die Perspektive

Doch der Markt winkt ab. Denn hinter den Kulissen türmt sich ein gewaltiger Schuldenberg auf. Offiziell liegt die Netto-Verschuldung bei 27 Milliarden Dollar. Doch in den Büchern schlummern weitere 38 Milliarden an Verbindlichkeiten, darunter 17 Milliarden in hybriden Anleihen – einer Mischung aus Eigen- und Fremdkapital. Diese komplexe Finanzstruktur gilt als Hauptgrund für die anhaltende Schwäche der BP-Aktie.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BP?

Analysten sehen darin ein strukturelles Problem: Der hohe Verschuldungsgrad bremst die freie Cashflow-Generierung und macht BP im Vergleich zu Konkurrenten wie Shell deutlich unattraktiver. Selbst umfangreiche Asset-Verkäufe können diese Last nicht schnell genug abbauen. Seit 2020 hinkt die Aktie ihren Peers hinterher – ein Trend, der sich auch nach Führungswechsel und Strategieanpassung nicht umkehren ließ.

Märkte bleiben skeptisch

Die jüngsten Entwicklungen unterstreichen diese Skepsis. Trotz des LNG-Erfolgs verlor die BP-Aktie im frühen Londoner Handel weitere 0,6 Prozent. Ein klares Signal: Operative Erfolge reichen nicht aus, um die tiefsitzenden strukturellen Bedenken der Anleger zu zerstreuen. Die Frage bleibt: Kann BP seinen Schuldenberg jemals zu einem wettbewerbsfähigen Niveau abbauen – oder bleibt die Aktie auf absehbare Zeit ein Sorgenkind?

BP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BP-Analyse vom 2. Januar liefert die Antwort:

Die neusten BP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Weitere Artikel zu BP

Neueste News

Alle News

BP Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten