Der eskalierende Konflikt zwischen den USA und dem Iran treibt den Ölpreis erstmals seit Jahren über die Marke von 100 US-Dollar. Während die Sperrung der Straße von Hormus die globalen Energiemärkte in Aufruhr versetzt, rückt BP in eine brisante Doppelrolle. Der britische Ölkonzern profitiert von den steigenden Notierungen. Gleichzeitig zwingen Drohnenangriffe im Irak das Management zu drastischen Sicherheitsmaßnahmen.
Drohnenangriff und Produktionskürzungen
Verantwortlich für den rasanten Anstieg der Ölpreise ist die faktische Blockade der Straße von Hormus. Durch diese Meerenge wird normalerweise ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert. Die angespannte Lage zwingt den Irak bereits zu massiven Produktionskürzungen, da die Lagerkapazitäten erschöpft sind und Exporte ausbleiben.
Für BP hat die geopolitische Krise ganz konkrete operative Auswirkungen. Nach Drohnenangriffen auf das vom Konzern betriebene Rumaila-Ölfeld musste ausländisches Personal evakuiert werden. Die irakische Ölproduktion wurde in diesem größten Feld des Landes bereits um 700.000 Barrel pro Tag gedrosselt.
Historische Freigabe verpufft
Selbst eine beispiellose Intervention der Internationalen Energieagentur (IEA) konnte die Märkte kaum beruhigen. Die historische Freigabe von 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven bremste den Preisanstieg bei Brent-Rohöl nur kurzzeitig. Analysten von Goldman Sachs kalkulieren wegen der anhaltenden Störungen bereits mit Preisen von bis zu 110 US-Dollar für die kommenden Monate.
Diese Preisrally spiegelt sich direkt im Kursverlauf wider. Die Papiere erreichten am Freitag mit 6,12 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch und verzeichnen seit Jahresbeginn ein starkes Plus von über 20 Prozent.
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Historischer Führungswechsel
Abseits des Rohstoffschocks vollzieht BP derzeit einen tiefgreifenden internen Umbau. Ab April 2026 übernimmt Meg O’Neill als erste externe und weibliche CEO die Führung des Traditionskonzerns. Um Entscheidungsprozesse zu beschleunigen, schrumpft der Verwaltungsrat gleichzeitig von 13 auf zehn Mitglieder.
Finanziell steht das neue Management vor klaren Aufgaben. Nach einem Gewinn von 7,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 hatte BP Aktienrückkäufe zugunsten des Schuldenabbaus gestoppt. Die Nettoverschuldung lag zum Jahresende bei 22 Milliarden US-Dollar.
Der offizielle Amtsantritt von O’Neill im April fällt in eine strategisch entscheidende Phase. Erreicht BP sein Ziel, die Nettoverschuldung auf 18 Milliarden US-Dollar zu drücken, schneller als erwartet, dürften die ausgesetzten Aktienrückkäufe zügig wieder anlaufen. Bis dahin bleibt der Konzern stark von der geopolitischen Risikoprämie im Nahen Osten abhängig.
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