BP Aktie: Schlüssel zur Stabilität
BP-Chefin O'Neill kehrt zu Öl- und Gas-Kern zurück. Starker Handel und hohe Margen treiben Gewinn vor Quartalszahlen.

Kurz zusammengefasst
- Aktie seit Jahresbeginn stark gestiegen
- Ölhandel liefert außergewöhnlich gutes Ergebnis
- Konzernumbau hin zu zwei Hauptsparten
- Schuldenstand bleibt eine Herausforderung
Meg O’Neill räumt bei BP auf. Die neue Vorstandschefin führt den britischen Energiekonzern zurück zu seinen Wurzeln. Ein vorab veröffentlichter Zwischenbericht liefert ihr dafür massiven Rückenwind. Anleger honorieren den Kurswechsel bereits. Die BP-Aktie kletterte seit Jahresbeginn um gut 30 Prozent auf aktuell 6,62 Euro.
Volatilität als Gewinntreiber
Hohe Rohstoffpreise beflügeln das Geschäft. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete im ersten Quartal durchschnittlich 81,13 US-Dollar. Das ist ein deutlicher Sprung gegenüber dem Vorquartal. Auch der amerikanische Gaspreis legte spürbar zu.
Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sorgten zuletzt für heftige Preisausschläge. Die Folge: Die konzerneigene Handelsabteilung profitierte massiv. BP erwartet hier ein außergewöhnlich starkes Ergebnis beim Ölhandel. Im Vorquartal lief dieser Bereich noch schwach.
Höhere Raffineriemargen bringen dem Konzern voraussichtlich einen zusätzlichen Gewinn von 550 Millionen US-Dollar. Die Produktion bleibt derweil stabil. BP förderte zuletzt rund 2,3 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag.
Zurück zum klassischen Modell
O’Neill ist die erste Frau an der Spitze eines großen Ölmultis. Sie baut den Konzern nun radikal um. BP gliedert sich künftig wieder in zwei Hauptsparten: das Fördergeschäft und die Weiterverarbeitung.
Damit kassiert das Management die Strategie des früheren Chefs Bernard Looney. Sein starker Fokus auf erneuerbare Energien stieß bei Investoren auf wenig Gegenliebe. Der aktivistische Investor Elliott Management forderte zuletzt genau diese Rückkehr zum klassischen Modell. Elliott hält mehr als fünf Prozent der BP-Anteile.
Fokus auf die Bilanz
Ein Wermutstropfen bleibt die Schuldenentwicklung. Die Nettoverschuldung steigt voraussichtlich auf bis zu 27 Milliarden US-Dollar. Das liegt vor allem an einem höheren Bedarf an Betriebskapital. Dieser resultiert direkt aus dem gestiegenen Preisniveau.
Am 28. April präsentiert BP die vollständigen Quartalszahlen. Investoren achten dann besonders auf den Schuldenabbau. Bis Ende 2027 will der Konzern seine Verbindlichkeiten deutlich reduzieren.
Das Ziel liegt bei maximal 18 Milliarden US-Dollar. Dafür plant O’Neill den Verkauf von Vermögenswerten im Wert von 20 Milliarden US-Dollar.
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