BP: Scotiabank erhöht auf $58
BP-Aktie steigt vor Quartalszahlen deutlich. Analysten erhöhen Kursziele, während der Konzern mit Verkäufen und Kostensenkungen den Umbau vorantreibt.

Kurz zusammengefasst
- Analysten erhöhen Kursziele für BP
- Starker Ölhandel treibt Gewinnerwartung
- Verschuldung steigt auf 27 Milliarden Dollar
- Verkauf der Raffinerie Gelsenkirchen geplant
Einen Tag vor den Quartalszahlen rückt BP massiv ins Visier der Analysten. Die Erwartungen an den britischen Energiekonzern steigen spürbar. Unter der neuen Vorstandschefin Meg O’Neill steht das Unternehmen vor einem Strategiewechsel zurück zur klassischen Öl- und Gasproduktion.
Mehrere Investmentbanken haben ihre Prognosen kurzfristig nach oben geschraubt. RBC Capital hob das Kursziel für die in London gelisteten Papiere von 640 auf 700 Pence an. Scotiabank sieht den fairen Wert nun bei 58 US-Dollar und behält die Einstufung „Outperform“ bei.
Der Optimismus speist sich primär aus den eigenen Prognosen des Konzerns. Das Management signalisierte bereits ein außergewöhnlich starkes Ergebnis im Ölhandel. Ein scharfer Preisanstieg beim Rohöl der Sorte Brent beflügelt die Margen in diesem Segment deutlich.
Das höhere Preisniveau bringt allerdings auch bilanzielle Nebenwirkungen mit sich. Der Aufbau von Nettobetriebskapital treibt die Verschuldung voraussichtlich auf bis zu 27 Milliarden US-Dollar. Ende 2025 lag dieser Wert noch bei gut 22 Milliarden US-Dollar.
Umbau des Portfolios nimmt Tempo auf
Abseits des operativen Tagesgeschäfts treibt BP den Verkauf von Unternehmensteilen voran. Der Konzern hat sich mit der Klesch Group auf die Veräußerung der Raffinerie in Gelsenkirchen geeinigt. Der Deal umfasst auch das Tanklager Bottrop sowie weitere Logistik- und Vertriebsgesellschaften.
Diese Transaktion ist ein zentraler Baustein für die geplanten Kostensenkungen. Bis 2027 will BP die strukturellen Ausgaben um bis zu 7,5 Milliarden US-Dollar drücken. Allein der Verkauf der deutschen Standorte soll die operativen Kosten um rund eine Milliarde US-Dollar entlasten.
Der Abschluss des Verkaufs wird für das zweite Halbjahr 2026 erwartet, sofern die Behörden zustimmen. Das laufende Desinvestitionsprogramm hat ein Gesamtvolumen von 20 Milliarden US-Dollar. Davon hat das Management bereits mehr als die Hälfte auf den Weg gebracht oder abgeschlossen.
Starke Kursentwicklung trifft auf Skepsis
An der Börse honorierten Investoren den jüngsten Kurswechsel. Seit Jahresbeginn legte die BP-Aktie um mehr als ein Drittel zu. Damit ließ das Papier Wettbewerber wie Shell, Exxon Mobil und Chevron hinter sich.
Trotz der Kursrallye bleibt ein Teil der Marktbeobachter zurückhaltend. Belastungsfaktoren wie jüngste Abschreibungen und die Aussetzung von Aktienrückkäufen dämpfen die Euphorie.
Am 28. April präsentiert das Unternehmen die offiziellen Quartalszahlen. Dann muss CEO Meg O’Neill beweisen, dass die starken Handelsmargen die bilanziellen Herausforderungen überwiegen.
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