BrainChip Aktie: Aktionärsrevolte droht?
Die Kampagne prüft einen Antrag zu Verwaltungsratswahlen; zugleich ergänzte BrainChip sein Angebot um einen verfügbaren KI-Koprozessor.

Kurz zusammengefasst
- Renew BRN erwägt Versammlungsantrag
- Abwahl dreier Verwaltungsratsmitglieder zur Abstimmung
- AKD1500 SPI für Mikrocontroller verfügbar
- Sequora-IP für Lizenzierung angekündigt
Bei BrainChip erwägen Vertreter der Kampagne Renew BRN, die Aktionäre um die Einberufung einer Hauptversammlung zu bitten. Steve Liebeskind und Neil Rinaldi erklärten am Samstag Medienberichten zufolge, dabei solle über die Abberufung von drei nicht geschäftsführenden Verwaltungsratsmitgliedern und die Wahl von zwei Kandidaten abgestimmt werden.
Aktionärskorrespondenz und Indexkritik
Ebenfalls am Samstag veröffentlichten Vertreter der Kampagne ein Video unter dem Titel „The Index Story“. Darin ging es um BrainChips Ausschluss aus dem S&P/ASX 200 und dem S&P/ASX 300.
Bereits am 16. Oktober hatte BrainChip zwei Mitteilungen nach der Börsenregel ASX Listing Rule 3.17.1 eingereicht. Die beigefügte Aktionärskorrespondenz enthielt sowohl Schreiben des Verwaltungsrats als auch einer Aktionärsgruppe, die eine Erneuerung des Gremiums anstrebt.
Neuer Koprozessor für bestehende Mikrocontroller
Auf der Produktseite stellte BrainChip am 22. Oktober den Koprozessor AKD1500 SPI vor. Nach Unternehmensangaben lässt er sich mit bestehenden Mikrocontrollern verbinden und unterstützt das Lernen direkt auf dem Chip.
Das Produkt erweitert die Akida-Chipfamilie um Anwendungen in mikrocontrollerbasierten Geräten. Als Einsatzfelder nannte BrainChip tragbare Elektronik, vernetzte Haushaltsgeräte und Sensoren. Der Koprozessor sei unmittelbar verfügbar und werde über BrainChip, DigiKey sowie das eigene Vertriebsteam angeboten.
Vor rund zwei Wochen hatte BrainChip zudem die kommerzielle Verfügbarkeit seiner Prozessor-IP Sequora zur Lizenzierung angekündigt. Sie soll generative künstliche Intelligenz einschließlich großer Sprachmodelle auf batteriebetriebenen Geräten direkt am Einsatzort ermöglichen. Nach Angaben des Unternehmens lässt sich die Architektur auf bis zu 3 Milliarden Parameter skalieren.
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