British American Tobacco Aktie: Jefferies erhöht Kursziel auf 5.200 Pence
British American Tobacco treibt den Wandel zu risikoreduzierten Produkten voran, während ein Insider-Kauf für Aufmerksamkeit sorgt.

Kurz zusammengefasst
- Insider erwirbt BAT-Aktien
- Umbau zu rauchfreien Produkten
- Werk in Südafrika geschlossen
- Aktienrückkaufprogramm für 2026
Ein vergleichsweise kleiner Insider-Kauf sorgt für Aufmerksamkeit. Serpil Timuray, Mitglied des Führungskreises von British American Tobacco, erwarb 47 Aktien zu 4.372 Pence pro Stück – rund 2.055 Pfund Gesamtinvestition. Ein bescheidenes Signal, aber es fällt in eine Phase, in der der Tabakkonzern seinen größten Umbau seit Jahrzehnten stemmt.
Die Analystengemeinde bleibt gespalten. Der Konsens lautet „Halten“, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 4.500 Pence. Jefferies zeigt sich optimistischer, stuft die Aktie mit „Kaufen“ ein und sieht Luft bis 5.200 Pence. Der Kurs notierte zuletzt bei umgerechnet 55,14 Euro – nur gut drei Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Der RSI von 96,9 signalisiert indes extremes Überkauftniveau.
Der schwierige Abschied vom Glimmstängel
Das Kernthema ist der Wandel vom reinen Zigarettenkonzern zum Anbieter risikoreduzierter Produkte. 2025 verkaufte BAT noch 465 Milliarden Zigaretten – ein Rückgang von acht Prozent zum Vorjahr. Parallel dazu wuchs die Nutzerbasis rauchfreier Produkte um 16 Prozent auf 34,1 Millionen. Das Ziel: 50 Millionen Konsumenten bis 2030.
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Diese Transformation hinterlässt sichtbare Spuren in der Produktion. In Südafrika schloss BAT sein Werk in Heidelberg, strich 230 Stellen und setzt künftig auf Importe. Illegale Handelsstrukturen in der Region hatten das Geschäft zunehmend belastet.
Finanzrahmen und Dividendenstrategie
Trotz der Belastungen hält BAT an seiner Ausschüttungspolitik fest. Die Dividendenquote liegt bei 65 Prozent, für 2026 ist ein Aktienrückkaufprogramm über 1,3 Milliarden Pfund aufgelegt. Im Januar hatte das Unternehmen bereits 138.086 eigene Aktien zurückgekauft.
Die mittelfristigen Ziele: jährliches Umsatzplus von drei bis fünf Prozent, das Gewinnwachstum je Aktie soll bei fünf bis acht Prozent liegen. Der nächste wichtige Termin ist das Handelsupdate im Juni – es wird zeigen, ob der Konzern auf Kurs bleibt.
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