Broadcom Aktie: 16 Milliarden KI-Umsatz im Q3
Broadcom entwickelt mit OpenAI den Spezialchip „Jalapeño“ für KI-Modelle und erwartet im dritten Quartal KI-Erlöse von 16 Milliarden Dollar.

Kurz zusammengefasst
- Gemeinsame Chip-Entwicklung mit OpenAI
- Neuer Inferenz-Chip heißt „Jalapeño“
- KI-Umsatzprognose von 16 Milliarden Dollar
- Schuldenrückkauf und Insider-Verkäufe
Broadcom greift nach der absoluten Dominanz im KI-Sektor. Der US-Konzern baut gemeinsam mit OpenAI einen neuen Spezialchip. Dieser Schritt soll die Abhängigkeit von Standard-Grafikprozessoren massiv verringern.
Der neue Inferenz-Chip trägt den Namen „Jalapeño“. Er ist exklusiv auf große Sprachmodelle zugeschnitten. Erste Muster laufen bereits in den Laboren von OpenAI. Sie liefern laut Entwicklern deutlich mehr Leistung pro Watt als bisherige Technologien. Der kanadische Auftragsfertiger Celestica baut die passenden Serversysteme. Ende 2026 startet der reguläre Einsatz in den Rechenzentren.
Umsatzsprung und Margendruck
Finanziell zahlt sich die Strategie aus. Broadcom-Chef Hock Tan rechnet im dritten Quartal mit KI-Erlösen von rund 16 Milliarden US-Dollar. Das entspricht mehr als der Hälfte des gesamten erwarteten Quartalsumsatzes. Im Vorquartal lag dieser Wert noch bei knapp 11 Milliarden Dollar.
Die Folge: Margendruck. Die Bruttomargen der neuen KI-Spezialchips fallen geringer aus als bei klassischen Netzwerk-Switches. Das liegt an den hohen Integrationskosten für speziellen Hochgeschwindigkeitsspeicher. Langfristig peilt das Management dennoch kumulierte KI-Umsätze von über 100 Milliarden Dollar an.
Schuldenabbau und Insider-Verkäufe
Parallel dazu räumt der Konzern seine Bilanz auf. Broadcom kaufte kürzlich eigene Anleihen im Wert von 2,9 Milliarden Dollar zurück. Damit senkt das Unternehmen seine langfristige Schuldenlast spürbar.
Auffällig sind aktuelle Insider-Verkäufe. Die Beteiligungsgesellschaft H&S Investments stieß am Mittwoch Aktien im Wert von über 170 Millionen Dollar ab. Auch andere Insider trennten sich von kleineren Aktienpaketen.
Blick auf den Chart
An der Börse reagieren Anleger derzeit zurückhaltend. Die Broadcom-Aktie schloss am Mittwoch bei 336,00 Euro. Auf Monatssicht steht ein Minus von gut sieben Prozent auf der Anzeigetafel. Damit notiert das Papier fast 22 Prozent unter seinem Anfang Juni erreichten Allzeithoch.
Der langfristige Aufwärtstrend bleibt vorerst intakt. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein Plus von gut 13 Prozent. Der Kurs hält sich stabil über der 200-Tage-Linie bei rund 310 Euro. Diese Marke dient nun als entscheidende Unterstützung für die kommenden Wochen.
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