Broadcom Aktie: Auf rosiger Zukunftskurs
Broadcom meldet Rekordumsatz und starkes KI-Wachstum, während Führungskräfte in großem Stil Aktien verkaufen. Analysten bleiben trotzdem optimistisch.

Kurz zusammengefasst
- KI-Halbleitergeschäft wächst um 65 Prozent
- Insider verkaufen Aktien für 88 Millionen Dollar
- Analysten sehen Kursziel bis 545 Dollar
- Neue Chips treiben KI-Rechenzentren an
Rekorderlöse, bullische Analysten — und Insider, die in großem Stil Kasse machen. Beim heutigen Aktionärsmeeting in Palo Alto treffen diese gegensätzlichen Signale aufeinander.
Zahlen, die für sich sprechen
Broadcom hat das Geschäftsjahr 2025 mit Rekordmarken abgeschlossen. Der Umsatz kletterte auf 63,9 Milliarden Dollar. Das KI-Halbleitergeschäft wuchs um 65 Prozent auf 20,2 Milliarden Dollar. Das bereinigte EBITDA stieg um 35 Prozent auf 43,0 Milliarden Dollar — CFO Kirsten Spears spricht ausdrücklich von einem Rekordwert.
Hinzu kommt die VMware-Integration. Mit dem Start von VMware Cloud Foundation 9.0 im Juni 2025 erzielte Broadcom im Infrastruktur-Softwarebereich 27,0 Milliarden Dollar Umsatz. Das zeigt: Die milliardenschwere VMware-Übernahme zahlt sich aus.
Insider nehmen Gewinne mit
Parallel zu diesen Zahlen hat eine Welle von Insiderverkäufen Aufmerksamkeit erregt. S. Ram Velaga, Präsident der Infrastructure Software Group, trennte sich zwischen dem 8. und 10. April in drei Tranchen von insgesamt rund 55.000 Aktien — Gesamterlös: knapp 19,7 Millionen Dollar. Direktorin Gayla J. Delly verkaufte weitere 1.000 Aktien am offenen Markt.
Über die vergangenen 90 Tage summierten sich die Nettoverkäufe von Insidern auf rund 88 Millionen Dollar. Solche Gewinnmitnahmen nach einer starken Rally sind nicht ungewöhnlich. Die konzentrierte Häufung innerhalb weniger Tage fällt dennoch auf.
Wall Street bleibt optimistisch
Die Analystengemeinde lässt sich davon kaum beirren. 28 Analysten empfehlen die Aktie mit „Kaufen“, zwei sogar mit „Starkem Kaufen“. JPMorgan und Rosenblatt Securities sehen das Kursziel bei 500 Dollar, Truist Financial sogar bei 545 Dollar.
Die Aktie schloss zuletzt bei 406,54 Dollar — ein Plus von rund 29 Prozent in den vergangenen 30 Tagen.
KI-Netzwerke als Wachstumsmotor
Das strukturelle Fundament bleibt stark. Broadcoms Tomahawk- und Jericho-Chipserie treibt den Aufbau von KI-Rechenzentren an. Der neue Tomahawk 6 bietet eine Kapazität von 102,4 Tbps und ermöglicht KI-Cluster mit hunderttausenden GPUs. Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 soll das KI-Netzwerkgeschäft bereits 40 Prozent der gesamten KI-Erlöse ausmachen.
Die nächsten Quartalszahlen folgen am 3. Juni 2026. Bis dahin dürfte die Frage, ob die Insiderverkäufe ein Signal oder schlicht Portfoliopflege waren, die Diskussion unter Aktionären begleiten.
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