Broadcom Aktie: Gegenwind bleibt

Broadcoms KI-Chip-Geschäft wächst stark, während die Integration von VMware und geopolitische Risiken in China für Gegenwind sorgen. Die Quartalszahlen im März werden entscheidend.

Kurz zusammengefasst:
  • Starke Nachfrage nach KI-Chips treibt Umsatzanteil
  • VMware-Integration durch Kundenwiderstand belastet
  • Geopolitisches Risiko durch China-Vorgaben
  • Quartalszahlen am 5. März als nächster Prüfstein

Broadcom sitzt gerade zwischen zwei Stühlen: Auf der einen Seite hakt es in der Software-Sparte rund um VMware. Auf der anderen Seite läuft das Kerngeschäft mit KI-Hardware weiter erstaunlich robust. Entscheidend wird, ob die starke KI-Nachfrage die operativen Reibungsverluste im Software-Bereich wirklich überdecken kann.

VMware-Integration: Preisstreit und politischer Druck

Ein aktueller Risiko-Check (veröffentlicht am Donnerstag) sieht vor allem bei der VMware-Integration Baustellen. Hintergrund sind laut Analyse Widerstände bei Kunden – ausgelöst durch eine als aggressiv wahrgenommene Preispolitik nach der Übernahme. Dass daraus konkrete Konflikte entstehen können, zeigte sich bereits Mitte 2025: Der britische Einzelhändler Tesco reichte am 15. Juli 2025 Klage ein und fordert 100 Millionen Pfund Schadenersatz. Es geht um angebliche Vertragsverletzungen im Zuge von Änderungen bei Software-Lizenzen.

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Zusätzlich kommt geopolitischer Gegenwind ins Spiel. Beobachter verweisen auf eine Vorgabe aus China, wonach ausländische Software bis Mitte 2026 schrittweise aus staatseigenen Unternehmen verschwinden soll. Das ist brisant, weil China im Geschäftsjahr 2025 einen nennenswerten Anteil am Umsatz beigetragen haben soll.

Ein weiterer Punkt aus der Analyse: Die Kennzahl „Days Sales Outstanding“ (DSO) – also die durchschnittliche Zeit bis zum Zahlungseingang – stieg im November 2025 demnach auf ein Fünfjahreshoch von 53 Tagen. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass sich das Working Capital verschärft und Cash später ins Haus kommt.

KI-Hardware: Rückenwind durch Infrastruktur-Boom

Trotz dieser Bremsfaktoren wirkt die Hardware-Seite wie ein Gegengewicht. Broadcom profitiert laut Text von der weltweit hohen Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Counterpoint Research traut dem Konzern dabei sogar eine starke Position bei „Custom AI Chips“ zu: Bis 2027 könnten es demnach rund 60% Marktanteil sein.

Auch die Umsatzprognosen unterstreichen diese Story. Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 wird laut Marktdaten erwartet, dass der Umsatz mit KI-Chips nahezu auf 8,2 Milliarden US-Dollar steigt. Besonders relevant: Dieser Bereich könnte damit fast 43% des insgesamt erwarteten Quartalsumsatzes ausmachen. Kurzum: KI ist hier nicht mehr Beiwerk, sondern wird zum zentralen Wachstumstreiber.

Wichtige Punkte auf einen Blick:
– VMware-Integration laut Analyse mit Kundenwiderstand wegen Preispolitik
– Tesco-Klage (Juli 2025): Forderung über 100 Mio. Pfund wegen Lizenzthemen
– China-Risiko: Ausstieg staatseigener Unternehmen aus ausländischer Software bis Mitte 2026 (laut Beobachtern)
– KI-Chips: Erwarteter Umsatz Q1 GJ 2026 bei 8,2 Mrd. USD, Anteil am Gesamtumsatz fast 43%

Kurslage und nächster Prüfstein

Die Broadcom-Aktie steht aktuell bei 325,02 US-Dollar. Auf Sicht von 30 Tagen liegt sie damit im Minus (-5,96%), während die 12-Monats-Entwicklung klar positiv bleibt (+56,90%). Das passt zur Gemengelage: starke KI-Fantasie, aber Unsicherheit in der Software-Sparte.

Der nächste harte Realitätscheck kommt am 5. März 2026, wenn Broadcom die Quartalszahlen vorlegt. Dann wird sich zeigen, ob das KI-Hardware-Wachstum die Reibungspunkte rund um VMware und die geopolitischen Risiken kurzfristig genug abfedern kann – oder ob die Software-Probleme stärker auf die Erwartungen durchschlagen.

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