Broadcom drückt beim Thema Infrastruktur weiter aufs Gaspedal und liefert neue Hardware-Lösungen für die Ära der künstlichen Intelligenz. Doch an der Börse verpufft die Nachricht: Statt Kursfeuerwerk dominiert derzeit Zurückhaltung. Während das Unternehmen technologisch vorprescht, sorgen Insider-Verkäufe und offene Fragen zur VMware-Integration für spürbaren Gegenwind.
Neuer Standard für KI-Netzwerke
Technologisch setzt Broadcom ein klares Ausrufezeichen. Am Dienstag präsentierte der Konzern die branchenweit ersten Wi-Fi 8 Access-Point- und Switch-Lösungen. Diese sind spezifisch darauf ausgelegt, die enormen Bandbreiten- und Latenzanforderungen moderner „KI-Fabriken“ und hybrider Arbeitsumgebungen zu bewältigen.
Im Zentrum der neuen Plattform stehen zwei Hardware-Komponenten: der BCM49438 APU-Chip für Edge-KI-Berechnungen und der Ethernet-Switch Trident X3+. Letzterer soll mit bis zu 48 Multi-Gigabit-Ports und integrierten Sicherheitsprotokollen jene Netzwerk-Engpässe beseitigen, die die KI-Leistung oft ausbremsen. Dass erste Muster bereits an Partner ausgeliefert werden, unterstreicht den Anspruch Broadcoms, sich Marktanteile in der Infrastruktur frühzeitig zu sichern.
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Warum die Aktie trotzdem schwächelt
Trotz der Produkt-Offensive kann sich die Aktie dem aktuellen Abwärtstrend nicht entziehen. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von über 9 Prozent und notiert derzeit im Bereich von 315 US-Dollar. Marktbeobachter sehen hierfür primär zwei Gründe, die nichts mit der technologischen Kompetenz des Unternehmens zu tun haben.
Zum einen herrscht Unsicherheit bezüglich der Vertragsverlängerungen zwischen der kürzlich übernommenen VMware-Sparte und diversen Cloud-Partnern. Zum anderen sorgen Transaktionen auf Führungsebene für Gesprächsstoff: CEO Hock Tan verkaufte Anfang 2026 rund 70.000 Anteile. Auch wenn solche Verkäufe oft auf vorab festgelegten Handelsplänen basieren, wirken sie in Phasen der Kurskonsolidierung selten vertrauensbildend auf Anleger.
Der nächste entscheidende Impuls für die Bewertung dieser Gemengelage steht bereits fest: Am 4. März 2026 wird Broadcom die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorlegen. Dieser Termin wird zeigen, ob die starke Nachfrage im KI-Segment die Unsicherheiten im Software-Bereich kompensieren kann.
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