Broadcom Aktie: OpenAI-Chip Jalapeño startet Ende 2026
Broadcom präsentiert mit OpenAI den KI-Chip Jalapeño. Trotz Kursrückgang sehen Analysten hohes Potenzial und bestätigen Kaufempfehlungen.

Kurz zusammengefasst
- Gemeinsamer KI-Chip mit OpenAI
- Rekordverdächtige Entwicklungszeit von neun Monaten
- Aktie verliert nach Quartalszahlen zehn Prozent
- Analysten sehen Kurspotenzial bis 516 Dollar
OpenAI und Broadcom präsentieren ihren ersten gemeinsamen KI-Chip, der unter dem Namen Jalapeño Ende 2026 in den Rechenzentren anlaufen soll. An der Börse herrscht derweil Katerstimmung, denn nach den jüngsten Quartalszahlen verlor das Papier deutlich an Wert.
Die Ingenieure leisteten Beachtliches. Von der ersten Skizze bis zur Fertigung vergingen lediglich neun Monate, was einen Rekord bei Hochleistungshalbleitern markiert. Broadcom nutzte für die Entwicklung direkt die KI-Modelle von OpenAI.
Gigawatt-Pläne für Rechenzentren
Erste Tests im Labor laufen bereits auf Hochtouren. Der Chip verspricht eine deutlich bessere Energieeffizienz als bisherige Spitzenmodelle. Die Folge: Broadcom baut die physische Infrastruktur für das nächste KI-Jahrzehnt.
CEO Hock Tan spricht von einer unstillbaren Nachfrage. Gemeinsam mit Microsoft und weiteren Partnern plant der Konzern riesige Kapazitäten. Bis 2029 umfasst der Vertrag gigantische zehn Gigawatt an neuer Rechenleistung.
Analysten ignorieren den Kursrutsch
Am Freitag schloss die Aktie bei 321,05 Euro, womit auf Wochensicht ein spürbares Minus von gut zehn Prozent auf der Anzeigetafel steht. Der Markt straft den Titel seit den letzten Quartalszahlen ab.
Das Management stellte über 100 Milliarden US-Dollar KI-Umsatz in Aussicht. Das enttäuschte einige Investoren, die nun sinkende Margen fürchten. Wall Street bleibt indes gelassen. Von 42 Analysten raten 34 zum starken Kauf.
Die Experten sehen massives Aufwärtspotenzial. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 516,59 US-Dollar. Einzelne Banken positionieren sich wie folgt:
- JPMorgan: 580 US-Dollar
- Oppenheimer: 535 US-Dollar
- UBS: 485 US-Dollar
Frisches Geld für Aktionäre
Abseits der KI-Fantasie winkt Anlegern ein kurzfristiger Geldregen. Am Dienstag zahlt Broadcom eine Quartalsdividende von 0,65 US-Dollar je Aktie aus. Parallel dazu legte das Management ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm auf, womit der Konzern seine Ausschüttung im fünfzehnten Jahr in Folge erhöht.
Technisch nähert sich der Kurs nun einer wichtigen Marke. Die 200-Tage-Linie verläuft bei 310,50 Euro und dient als vielbeachtete Unterstützung. Hält dieser Boden nicht, droht ein weiterer Abverkauf. Neue fundamentale Impulse liefert Broadcom spätestens am 3. September mit den nächsten Quartalszahlen.
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