Broadcom hat im ersten Fiskalquartal 2026 Zahlen vorgelegt, die in fast jeder Kennzahl die Erwartungen der Wall Street übertrafen. Der KI-Halbleiterumsatz hat sich mehr als verdoppelt, und der Ausblick auf das laufende Quartal überstieg die Analystenschätzungen deutlich. Das Unternehmen liefert damit einen der stärksten Quartalsberichte seiner Geschichte.
Rekordquartal mit starkem KI-Rückenwind
Der Gesamtumsatz stieg im ersten Fiskalquartal um 29 Prozent auf 19,3 Milliarden US-Dollar – ein neuer Rekordwert. Besonders auffällig: Der KI-bezogene Halbleiterumsatz wuchs um 106 Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar und macht damit bereits 44 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Treiber waren laut CEO Hock Tan vor allem die starke Nachfrage nach kundenspezifischen KI-Beschleunigern sowie KI-Netzwerktechnologie.
Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,05 Dollar gegenüber den erwarteten 2,03 Dollar. Der Nettogewinn kletterte auf 7,35 Milliarden Dollar – ein Plus von rund 34 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der freie Cashflow erreichte 8,0 Milliarden Dollar.
Ausblick übertrifft Erwartungen deutlich
Noch beeindruckender als die Vergangenheitszahlen ist der Ausblick. Für das zweite Fiskalquartal erwartet Broadcom einen Umsatz von rund 22 Milliarden Dollar – der Analystenkonsens lag bei 20,56 Milliarden Dollar. Der KI-Umsatz soll dabei auf 10,7 Milliarden Dollar steigen, was einem Wachstum von 140 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche.
Hock Tan geht noch weiter: Auf der Analystenkonferenz erklärte er, Broadcom habe eine klare Sichtlinie auf einen KI-Chip-Umsatz von über 100 Milliarden Dollar im Jahr 2027. Konkret nannte er Aufträge für Google-Tensor-Processing-Units für Anthropic sowie den Einsatz kundenspezifischer Chips bei OpenAI, das als sechster großer ASIC-Kunde bestätigt wurde.
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Aktionärsrendite und strukturelle Stärke
Im ersten Fiskalquartal schüttete Broadcom insgesamt 10,9 Milliarden Dollar an Aktionäre aus – 3,1 Milliarden als Dividende, 7,8 Milliarden über Aktienrückkäufe. Der Verwaltungsrat genehmigte zusätzlich ein neues Rückkaufprogramm über 10 Milliarden Dollar sowie eine Quartalsdividende von 0,65 Dollar je Aktie, zahlbar am 31. März 2026.
Neben dem Halbleitergeschäft stabilisiert das Softwaresegment die Ertragsbasis. Die Integration von VMware Cloud Foundation generierte im Quartal 6,8 Milliarden Dollar Umsatz mit außergewöhnlich hohen Margen. Dieses Segment federt die zyklischen Schwankungen des Chipgeschäfts ab – ein Grund, warum viele Analysten Broadcom zunehmend als Technologie-Infrastrukturwert einordnen, nicht mehr als reinen Halbleiterzykliker.
Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 70 Prozent zugelegt, notiert aktuell aber noch deutlich unter ihrem Allzeithoch vom Dezember 2025. Geopolitische Risiken bleiben ein Faktor: US-Exportbeschränkungen für KI-Chips nach China belasten das Geschäft, auch wenn Broadcom eigenen Angaben zufolge erfolgreich auf US-amerikanische und europäische Hyperscaler umgeleitet hat.
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