Broadcom Aktie: UBS bleibt positiv

UBS bekräftigt ihre positive Einschätzung zu Broadcom und hebt die Gewinnprognosen an, da die Nachfrage nach KI-Chips schneller steigt als erwartet.

Kurz zusammengefasst:
  • Kursziel von 475 US-Dollar bestätigt
  • Starker Anstieg bei TPU-Auslieferungen erwartet
  • Gewinnschätzungen für 2026 bis 2028 angehoben
  • Nächster Fokus auf Quartalszahlen im März

UBS setzt bei Broadcom weiter auf das KI-Thema. Die Investmentbank hat ihr „Buy“-Votum bekräftigt und sieht die Nachfrage nach kundenspezifischen Chips deutlich stärker anziehen als bislang erwartet. Entscheidend ist dabei vor allem das Tempo, mit dem große Cloud-Anbieter ihre Chip-Pläne für KI-Rechenzentren ausbauen.

Worauf stützt UBS diesen Optimismus konkret?

Broadcom

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Die wichtigsten Punkte aus der UBS-Notiz:
– UBS bestätigt „Buy“ und nennt ein Kursziel von 475 US-Dollar
– Erwartete Auslieferungen: rund 3,7 Mio. TPU-Einheiten 2026, über 5 Mio. 2027
– Neue EPS-Schätzungen: 2026 ~12,70 $, 2027 ~18,00 $, 2028 ~22,50 $
– Kurs aktuell: nahe 340 US-Dollar
– Nächster Termin: Zahlen Anfang März (u.a. KI-Ausblick und VMware-Integration)

TPU- und ASIC-Nachfrage zieht schneller an

UBS sieht eine „steilere Rampe“ bei Tensor Processing Units (TPUs) und maßgeschneiderten ASICs (Application-Specific Integrated Circuits). Laut Analyst Timothy Arcuri hat sich die Transparenz in den Auftragsbüchern für „Custom Silicon“ deutlich verbessert.

Für 2026 rechnet UBS mit etwa 3,7 Millionen ausgelieferten TPU-Einheiten. 2027 soll die Zahl auf mehr als 5 Millionen steigen. Treiber sind große Hyperscaler, laut UBS vor allem Google, die ihre Roadmaps für eigene Chips aggressiv erweitern, um die Entwicklung großer Sprachmodelle (LLMs) zu unterstützen.

Höhere Gewinnschätzungen – KI als Mehrjahresthema

Auf Basis von Lieferketten-Daten und Kunden-Roadmaps hat UBS die Gewinnschätzungen (EPS) angehoben:
2026: ~12,70 US-Dollar
2027: ~18,00 US-Dollar
2028: ~22,50 US-Dollar

Die neuen Annahmen untermauern für UBS die These, dass der KI-Umsatzzyklus bei Broadcom nicht nur ein kurzfristiger Höhepunkt ist, sondern sich über mehrere Jahre erstrecken kann. Gleichzeitig verweist die Bank auf zyklischen Gegenwind in Bereichen außerhalb von KI, etwa im Broadband-Geschäft. Das Custom-Compute-Geschäft soll diese Schwäche aus UBS-Sicht abfedern.

Wi‑Fi 8 und der Blick auf die nächsten Zahlen

Neben Rechenzentrums-Chips will Broadcom auch KI-Ausgaben am „Network Edge“ adressieren. Anfang Februar stellte das Unternehmen laut UBS die erste Wi‑Fi‑8-Access-Point-Lösung der Branche vor, basierend auf dem Chip BCM49438. Die Plattform zielt auf niedrige Latenzen und hohe Bandbreiten in Unternehmensnetzwerken.

An der Börse notiert die Aktie derzeit um 340 US-Dollar – in einem Umfeld, das zuletzt insgesamt von Volatilität im Halbleitersektor geprägt war. Der nächste konkrete Datenpunkt folgt Anfang März mit dem Quartalsbericht: Dann dürften vor allem Hinweise zur KI-Umsatzprognose sowie zum Fortschritt bei der VMware-Integration im Mittelpunkt stehen.

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