Broadcom Aktie: US-Militär greift zu

Broadcom sichert sich einen Regierungsauftrag über 970 Millionen US-Dollar und verzeichnet starkes KI-Wachstum, während Analysten das Potenzial der Aktie betonen.

Redaktion Stock-World ·
Broadcom Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Fünfjahresvertrag mit US-Verteidigungsministerium
  • KI-Umsatz verdoppelt auf 8,4 Milliarden Dollar
  • Analysten heben Kursziele deutlich an
  • Aktie technisch überverkauft trotz Erfolgen

Broadcom sichert sich einen umfangreichen Regierungsauftrag und erntet gleichzeitig höchstes Lob von der Wall Street. Das US-Verteidigungsministerium setzt künftig im großen Stil auf die Software-Lösungen des Chip-Giganten. Diese Kombination aus verlässlichen Staatseinnahmen und florierendem KI-Geschäft rückt die Bewertung des Unternehmens in ein neues Licht.

Lukrativer Fünfjahresvertrag

Am Dienstag gaben Broadcom und das IT-Unternehmen Carahsoft einen Fünfjahresvertrag mit der Defense Information Systems Agency (DISA) im Wert von 970 Millionen US-Dollar bekannt. Im Kern geht es um die Vereinheitlichung von Software-Verträgen für verschiedene Abteilungen des US-Militärs, darunter die Air Force und die Space Force.

Als technologische Basis dient dabei die VMware Cloud Foundation. Dieser Abschluss zeigt deutlich, wie sich die milliardenschwere Übernahme von VMware nun in Form von langfristigen, krisensicheren Regierungsaufträgen auszahlt. Die standardisierten Verträge reduzieren den administrativen Aufwand der Behörden und bescheren Broadcom planbare Einnahmen in einem traditionell stabilen Marktumfeld.

Wall Street sieht enormes Potenzial

Flankiert wird der operative Erfolg von äußerst positiven Analystenstimmen. Stacy Rasgon von Bernstein Research bezeichnete die aktuelle Bewertung des Unternehmens angesichts der Expansionsaussichten als absurd attraktiv. Er prognostiziert für das Geschäftsjahr 2027 einen Gewinn von 20 US-Dollar je Aktie, was annähernd einer Vervierfachung gegenüber den letzten zwölf Monaten entspräche.

Auch Cantor Fitzgerald bekräftigte die Kaufempfehlung und hob das Kursziel auf 525 US-Dollar an. Die Experten verweisen auf das starke Netzwerkgeschäft, das laut Management-Prognosen bald 40 Prozent der gesamten KI-Umsätze ausmachen könnte. Rosenblatt zog nach und erhöhte das Ziel auf 500 US-Dollar, gestützt auf die deutlich verbesserte Umsatzsichtbarkeit für die kommenden Jahre.

KI-Geschäft auf Rekordkurs

Das Fundament für diesen Optimismus liefern die jüngsten Quartalszahlen. Allein im ersten Jahresviertel 2026 verdoppelte Broadcom seinen KI-Umsatz im Jahresvergleich auf 8,4 Milliarden US-Dollar. Für das laufende zweite Quartal peilt das Management Gesamterlöse von rund 22 Milliarden US-Dollar an. CEO Hock Tan stellte sogar KI-Chip-Umsätze von über 100 Milliarden US-Dollar für das Jahr 2027 in Aussicht.

Trotz dieser starken operativen Entwicklung notierte die Aktie gestern zum Handelsschluss bei 275,80 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein Minus von gut sieben Prozent. Der aktuelle RSI-Wert von 21,2 deutet dabei auf eine technisch überverkaufte Situation hin.

Mit dem neuen DISA-Vertrag diversifiziert Broadcom seine Einnahmequellen abseits des reinen Hardware-Geschäfts. Während die Nachfrage nach KI-Beschleunigern die Produktionskapazitäten bei Partnern wie TSMC weiterhin voll auslastet, sorgen die langfristigen Software-Lizenzen im Regierungssektor für stabile Cashflows in den kommenden fünf Jahren.

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Broadcom Aktie

310,30 EUR

– 2,95 EUR -0,94 %
KGV 45,76
KUV 18,77
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,74 %
Marktkapitalisierung 1,70 Bio. USD
Ø Kursziel 531,85 USD
ISIN: US11135F1012 WKN: A2JG9Z

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