Broadcom Aktie: Warnung vor KI-Engpass

Broadcom sieht Produktionskapazitäten bei Partner TSMC erschöpft, was zu Lieferengpässen führen könnte. Trotz Milliardenumsätzen aus KI-Chips und langfristigen Verträgen gibt es regulatorische Prüfungen in Europa.

Felix Baarz ·
Broadcom Aktie

Kurz zusammengefasst

  • TSMC-Kapazitäten als Branchen-Flaschenhals bis 2026
  • Lieferzeiten für Bauteile haben sich deutlich verlängert
  • KI-Umsätze sollen deutlich über 100 Milliarden Dollar steigen
  • EU-Kommission prüft Kartellvorwürfe zu VMware-Lizenzen

Der unstillbare Hunger nach KI-Hardware fordert seinen Tribut. Ausgerechnet aus den Reihen des Chip-Designers Broadcom kommt nun eine deutliche Warnung vor massiven Kapazitätsgrenzen beim Fertigungspartner TSMC. Während die Auftragsbücher dank Großkunden wie Meta prall gefüllt sind, drohen Engpässe bei essenziellen Bauteilen die Auslieferungen zu bremsen.

TSMC stößt an seine Grenzen

Natarajan Ramachandran, ein Direktor in Broadcoms Produktmarketing, wählte ungewohnt offene Worte. Die Produktionskapazitäten von TSMC seien erschöpft und dürften sich bis 2026 zu einem echten Flaschenhals für die gesamte Branche entwickeln. Diese Einschätzung hat Gewicht, schließlich gehört Broadcom zu den wichtigsten Kunden der taiwanesischen Foundry und fungiert als zentraler Architekt für die KI-Infrastruktur globaler Tech-Giganten.

Die Probleme beschränken sich längst nicht mehr nur auf die reinen Silizium-Wafer. Auch bei Laserkomponenten und Leiterplatten (PCBs) stauen sich die Aufträge. Bei speziellen PCBs für optische Transceiver haben sich die Lieferzeiten laut Unternehmensangaben von sechs Wochen auf bis zu ein halbes Jahr verlängert. Um sich abzusichern, drängen Kunden zunehmend auf langfristige Lieferverträge.

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Milliardenmarkt mit Schattenseiten

Auslöser dieser Anspannung ist der enorme eigene Erfolg. CEO Hock Tan sieht den Markt für maßgeschneiderte KI-Chips in der nächsten Beschleunigungsphase. Zuletzt bestätigte Meta offiziell, dass Broadcom der feste Partner für die hauseigenen MTIA-Beschleuniger bleibt. Damit räumte der Social-Media-Konzern letzte Zweifel an der strategischen Allianz aus dem Weg. Für das kommende Jahr rechnet Broadcom mit KI-Umsätzen von deutlich über 100 Milliarden US-Dollar und verweist auf feste Lieferverpflichtungen, die bis ins Jahr 2028 reichen.

Gegenwind aus Europa

Abseits der Hardware-Sorgen eröffnet sich in Europa eine juristische Baustelle. Ein Verband kleinerer Cloud-Anbieter fordert von der EU-Kommission ein Einschreiten gegen Broadcoms neue Lizenzierungspraxis bei VMware-Produkten. Die Kommission prüft die Kartellbeschwerde derzeit, während Broadcom die Vorwürfe als realitätsfremd zurückweist. An der Börse reagieren Anleger am Dienstag leicht verstimmt: Die Aktie gibt um 0,79 Prozent auf 275,50 Euro nach und notiert damit gut sieben Prozent unter dem Niveau vom Jahresanfang.

Trotz der aktuellen Lieferketten-Warnung blickt das Management entspannt auf die langfristige Entwicklung. Neue Marktteilnehmer und der geplante Kapazitätsausbau bei den Zulieferern sollen die Engpässe schrittweise auflösen. Da die fünf größten nordamerikanischen Cloud-Anbieter ihre Investitionsausgaben im Jahr 2026 voraussichtlich um 40 Prozent steigern werden, bleibt die strukturelle Nachfrage nach Broadcoms Infrastruktur-Lösungen voll intakt.

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Broadcom Aktie

274,60 EUR

– 2,70 EUR -0,97 %
KGV 62,99
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,80 %
Marktkapitalisierung 1,53 Bio. EUR
ISIN: US11135F1012 WKN: A2JG9Z

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