BYD Aktie: 149,2 Prozent Wachstum bei Nutzfahrzeugen
BYD erzielt im Juli einen neuen Verkaufsrekord, getragen von einem starken Exportgeschäft. Der Auslandsanteil erreicht 43 Prozent, während die Expansion in Pakistan voranschreitet.

Kurz zusammengefasst
- Rekordverkäufe dank starkem Exportgeschäft
- Auslandsanteil erreicht 43 Prozent
- Neue Modelle für Pakistan vorgestellt
- Aktie erholt sich trotz Jahresminus
BYD meldet für Juli einen neuen Verkaufsrekord im laufenden Jahr. Der chinesische Elektroautobauer verkaufte 419.211 Fahrzeuge – ein Plus von 21,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Treiber dahinter: Das Auslandsgeschäft wächst schneller als der Heimatmarkt.
Auslandsgeschäft wird zum Wachstumsmotor
Der Juli war bereits der dritte Monat in Folge mit Jahreswachstum. Das Segment der Pkw machte mit 411.072 Einheiten den Löwenanteil aus, ein Plus von 20,5 Prozent. Bei den Nutzfahrzeugen fällt der Sprung noch drastischer aus: 8.139 verkaufte Einheiten bedeuten ein Wachstum von 149,2 Prozent.
Besonders auffällig ist der Exportanteil. BYD lieferte 179.841 Fahrzeuge ins Ausland – ein Rekordwert und rund 43 Prozent des gesamten Monatsvolumens. Das Unternehmen verlagert sein Wachstum damit zunehmend nach außen, während die Nachfrage in China zuletzt abgekühlt ist.
Pakistan als neuer Baustein
BYD baut seine Präsenz in Südasien weiter aus. Gemeinsam mit Mega Motor Company, einer Tochter von Hub Power Co., stellte der Konzern bei einem Markenlaunch drei Modelle für den lokalen Markt vor: den Sealion 6, den Seal und den Atto 3.
Parallel entsteht in Karachi eine eigene Montagefabrik für Elektrofahrzeuge. Die Anlage soll im dritten oder vierten Quartal 2026 fertig sein. Mit der lokalen Fertigung will BYD Handelshürden umgehen und die Lieferketten in der Region straffen – ein Ansatz, den der Konzern bereits in mehreren Märkten verfolgt.
Uber-Partnerschaft läuft weiter
Der aktuelle Schub fügt sich in eine langfristige Expansionsstrategie ein. Seit Juli 2024 kooperiert BYD mit Uber Technologies, um insgesamt 100.000 Elektrofahrzeuge auf die Plattform zu bringen. Uber-Fahrer erhalten dabei spezielle Preise und Finanzierungskonditionen, um die Gesamtkosten des Elektroautos zu senken.
Gestartet ist das Programm in Europa und Lateinamerika. Inzwischen expandiert es in den Nahen Osten, nach Kanada sowie nach Australien und Neuseeland. Beide Unternehmen haben zudem angekündigt, künftig auch bei autonom fahrenden Fahrzeugen zusammenarbeiten zu wollen.
Aktie erholt sich, bleibt aber unter Vorjahresniveau
Die BYD-Aktie schloss am Freitag bei 10,30 Euro, ein Minus von 0,94 Prozent zum Vortag. Auf Sicht von 30 Tagen steht dennoch ein Plus von 18,73 Prozent zu Buche – ein deutliches Zeichen, dass der Markt die Exportzahlen positiv aufnimmt. Zum bisherigen 52-Wochen-Hoch von 13,23 Euro aus dem August 2025 fehlen der Aktie aber noch gut 22 Prozent.
Am 28. oder 29. August will BYD seine Halbjahreszahlen vorlegen. Dann zeigt sich, ob sich der Exportboom auch in Umsatz und Marge niederschlägt.
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