BYD Aktie: 150 Milliarden Renminbi für Fabrik-Übernahmen
Chinesischer E-Auto-Hersteller BYD plant lokale Produktion in Europa, um Handelsbarrieren zu umgehen und globale Absatzziele zu erreichen.

Kurz zusammengefasst
- Suche nach Übernahmezielen in Europa
- Denza-Premiummarke startet in Europa
- Weltweiter Absatz von 5,5 Mio. Fahrzeugen geplant
- Aktie verliert 15 Prozent im Monatsverlauf
BYD ändert seine Europa-Strategie. Statt Autos nur zu importieren, will der chinesische Elektroauto-Riese nun lokale Fabriken übernehmen. Das Ziel ist klar: drohende Zölle der Europäischen Union umgehen und die Expansion auf dem Kontinent absichern.
Lokale Produktion statt Import
Gespräche mit etablierten Herstellern wie Stellantis laufen bereits. BYD sucht nach ungenutzten Produktionsstätten, die zügig umgerüstet werden können. Eine lokale Fertigung entschärft das Risiko künftiger Handelshürden erheblich. Parallel dazu rollt der Konzern seine Premiummarke Denza in Europa aus und bringt neue Schnellladetechnologien auf den Markt.
Die globale Expansion stützt ehrgeizige Wachstumsziele. Für das laufende Jahr peilt das Management einen weltweiten Absatz von bis zu 5,5 Millionen Fahrzeugen an. Besonders das Auslandsgeschäft soll der Treiber sein. Hier rechnet BYD mit einem Sprung auf 1,5 Millionen verkaufte Einheiten.
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Auf dem Heimatmarkt kühlt die Dynamik indes leicht ab. Im April sanken die Verkäufe im Monatsvergleich minimal auf rund 181.500 Fahrzeuge. Analysten der Citi-Bank rechnen vor, dass BYD im Juni knapp 380.000 Einheiten absetzen muss, um den positiven Wachstumstrend im Jahresvergleich zu halten.
Schwache Kursentwicklung
An der Börse spiegelt sich der ambitionierte Kurs derzeit nur bedingt wider. Die H-Aktie beendete die Handelswoche in Hongkong bei 96,45 Hongkong-Dollar. Auf Monatssicht steht damit ein Minus von knapp 15 Prozent auf der Kurstafel. Die Händlerbestände in China verharren derweil auf einem stabilen Niveau von gut zwei Monatsumsätzen.
Am 9. Juni blicken Investoren nach Shenzhen zur Hauptversammlung. Auf der Agenda steht eine vorgeschlagene Dividende von 0,358 Hongkong-Dollar je Aktie. Weitaus wichtiger für die Expansionspläne ist ein geplanter Garantierahmen über 150 Milliarden Renminbi. Dieses massive Kreditnetz soll den Tochtergesellschaften den nötigen finanziellen Spielraum für die anstehenden globalen Investitionen sichern.
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