BYD Aktie: 17 Millionen E-Fahrzeuge erreicht
BYD verkauft im Juli so viele Autos wie nie zuvor. Der Exportanteil steigt auf 43 Prozent, während der Heimatmarkt schwächelt.

Kurz zusammengefasst
- Rekordabsatz von 419.211 Fahrzeugen
- Exporte wachsen um 124 Prozent
- Heimatmarkt China verliert an Schwung
- 17-millionstes Elektroauto produziert
BYD meldet für Juli 2026 den besten Monat der Firmengeschichte. 419.211 verkaufte Elektro- und Hybridfahrzeuge bedeuten ein Plus von 21,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Antrieb dafür kommt nicht aus China, sondern aus dem Ausland.
Auslandsgeschäft wird zum Wachstumsmotor
Die Exportzahlen sprechen eine deutliche Sprache. BYD verschiffte im Juli 179.841 Fahrzeuge ins Ausland, ein Sprung um 124,3 Prozent im Jahresvergleich. Erstmals macht das internationale Geschäft rund 43 Prozent des gesamten Monatsabsatzes aus.
In China läuft es dagegen schwieriger. Die Inlandsverkäufe fielen um etwa 9 Prozent auf rund 239.370 Einheiten. Ein harter Preiskampf und veränderte Förderregeln setzen dem Heimatmarkt zu.
Trotz der Schwäche zuhause feierte BYD im Juli einen historischen Meilenstein. Das 17-millionste Elektrofahrzeug lief vom Band. Kein anderer Autobauer weltweit hat diese Marke bisher erreicht.
Hybride holen auf
Bei der Antriebstechnik zeigt sich ein ausgewogenes Bild. Reine Batterieelektrofahrzeuge kamen im Juli auf 233.105 Einheiten, Plug-in-Hybride auf 177.967 Einheiten. Die Hybrid-Stärke hängt auch mit der neuen zweiten Generation der Blade-Batterie zusammen.
Dazu kommt die „Flash Charging“-Technologie. BYD will bis Jahresende 20.000 Ladestationen in China aufbauen und damit die Infrastruktur für schnelles Laden deutlich ausbauen.
Seit Jahresbeginn hat BYD rund 2,23 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert. Um das Jahresziel von 5,0 bis 5,5 Millionen Einheiten zu erreichen, muss der Konzern den Monatsschnitt in der zweiten Jahreshälfte auf etwa 530.000 Fahrzeuge steigern. Das wäre eine deutliche Beschleunigung gegenüber dem bisherigen Tempo.
Aktie erholt sich, bleibt aber unter altem Hoch
An der Börse zeigt sich die Rekordmeldung noch nicht vollständig im Kurs. Die BYD-Aktie schloss am Freitag bei 10,30 Euro, ein Minus von 0,94 Prozent zum Vortag. Über die vergangenen 30 Tage steht dennoch ein Plus von 18,73 Prozent zu Buche.
Der Titel notiert damit rund 28 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 8,03 Euro aus Ende Juni. Zum bisherigen Jahreshoch von 13,23 Euro aus dem August 2025 fehlen allerdings noch mehr als 22 Prozent. Die Erholung ist real, die alte Bewertung aber noch weit entfernt.
Anleger richten den Blick nun auf den 29. August 2026. Dann veröffentlicht BYD die Halbjahreszahlen für 2026. Diese werden zeigen, wie stark die margenstärkeren Exportgeschäfte die Gesamtbilanz stützen können, während der Preiskampf im Heimatmarkt anhält.
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