BYD Aktie: 25-Prozent-Sturz trotz 135.000 Auslieferungen
Trotz massiver Absatzsteigerung in Europa verliert die BYD-Aktie weiter an Wert. Der schwächelnde Heimatmarkt China belastet die Stimmung der Anleger.

Kurz zusammengefasst
- Europäische Neuzulassungen um 136 Prozent gestiegen
- Aktienkurs seit Jahresbeginn um 25 Prozent gefallen
- RSI-Indikator zeigt stark überverkaufte Aktie
- Schwacher chinesischer Heimatmarkt belastet Gesamtbilanz
Starke Nachfrage in Europa, schwache Kurse an der Börse. Bei BYD klaffen operative Erfolge und Marktbewertung weit auseinander. Die Chinesen erobern den europäischen Markt im Eiltempo. Die Aktie hingegen taumelt am Abgrund.
Überholspur in Europa
Im Mai verzeichnete BYD in Europa über 32.300 Neuzulassungen. Das entspricht einem Plus von rund 136 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit zieht der Autobauer auf Monatsbasis am Rivalen MG vorbei. Chinesische Marken erreichen nun insgesamt 10,7 Prozent Marktanteil im europäischen Neuwagenmarkt.
Der Blick auf das Gesamtjahr bestätigt den Trend. Von Januar bis Mai lieferte BYD in Europa gut 135.000 Fahrzeuge aus. Das ist mehr als eine Verdopplung zum Vorjahr. Die internationale Expansion liefert messbare Ergebnisse.
Auf globaler Ebene sieht das Bild völlig anders aus. Die weltweiten Verkäufe fielen in den ersten fünf Monaten um 20 Prozent. Insgesamt setzte der Konzern rund 1,4 Millionen Fahrzeuge ab. Der heimische Markt in China schwächelt spürbar. Die Folge: Investoren werden nervös.
Aktie im freien Fall
Anleger ignorieren den europäischen Siegeszug komplett. Die BYD-Aktie schloss am Montag bei 8,22 Euro. Damit liegt das Papier fast 25 Prozent seit Jahresbeginn im Minus. Der Kurs notiert nur noch hauchdünn über dem 52-Wochen-Tief von 8,08 Euro.
Ein technischer Indikator unterstreicht die miese Stimmung. Der RSI-Wert von 19,9 signalisiert eine massiv überverkaufte Aktie. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt mittlerweile 24 Prozent. Der Markt befürchtet sinkende Margen und einen harten Preiskampf.
Reines Volumenwachstum in Europa reicht Investoren nicht mehr aus. BYD muss in den kommenden Monaten beweisen, dass die internationale Expansion auch echte Gewinne abwirft. Solange der Heimatmarkt schrumpft, bleibt die europäische Erfolgsgeschichte für Aktionäre nur ein schwacher Trost.
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