BYD Aktie: 530.000 Fahrzeuge monatlich nötig für Jahresziel

BYD verkauft im Juli mehr Fahrzeuge, bleibt aber deutlich hinter dem Jahresziel zurück. Das Auslandsgeschäft wächst stark, während der Aktienkurs weiter schwächelt.

Dieter Jaworski ·
BYD Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Dritter Monat mit Verkaufsplus
  • Jahresziel von 5 bis 5,5 Millionen
  • Rekord bei Auslandsverkäufen
  • Neue Modelle und Roboter

BYD hat im Juli den dritten Monat in Folge ein Verkaufsplus verzeichnet, doch das ursprüngliche Jahresziel rückt zunehmend in weite Ferne. Der chinesische Autobauer setzte im vergangenen Monat rund 419.211 Neuenergiefahrzeuge im Großhandel ab, ein Plus von 21,76 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Bloomberg bezifferte die Gesamtverkäufe im Juli auf etwa 420.000 Fahrzeuge, ebenfalls ein Zuwachs von 22 Prozent.

Die Erholung kommt spät. Von Januar bis Juli summierten sich die Verkäufe auf 2.227.722 Neuenergiefahrzeuge, ein Rückgang von 10,54 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Immerhin fällt der Einbruch damit geringer aus als das Minus von 15,72 Prozent im ersten Halbjahr – ein Hinweis darauf, dass sich frühere Produktionsengpässe allmählich auflösen.

Jahresziel gerät unter Druck

Nach Berechnungen von Bloomberg müsste BYD in den verbleibenden Monaten des Jahres im Schnitt rund 530.000 Fahrzeuge monatlich verkaufen, um zumindest die untere Grenze seines Jahresziels von 5 bis 5,5 Millionen Fahrzeugen zu erreichen.

Nach 1,81 Millionen verkauften Einheiten im ersten Halbjahr liegt das Unternehmen damit deutlich hinter dem nötigen Tempo. Die Julizahlen zeigen zwar eine Trendwende, doch der Abstand zur Zielmarke bleibt beträchtlich.

Ein Lichtblick liefert das Auslandsgeschäft. Die Verkäufe von Pkw und Pick-ups außerhalb Chinas erreichten im Juli mit 179.841 Einheiten einen Rekordwert, ein Plus von 124,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der internationale Expansionskurs gewinnt damit an Bedeutung für die Gesamtbilanz des Konzerns.

Neue Modelle sollen Schwung bringen

Parallel zur Absatzentwicklung treibt BYD sein Modellportfolio voran. Die Tochtermarke Denza startete den Vorverkauf der neuen vollelektrischen Limousine Z9S zu einem Preis ab 319.800 Yuan, umgerechnet rund 47.100 Dollar. Mit einer CLTC-Reichweite von 1.100 Kilometern stellt das Modell nach Unternehmensangaben einen Rekordwert für in Serie gefertigte Elektrofahrzeuge auf.

Auf der Chengdu Auto Show im August soll zudem die Flaggschiff-Limousine Da Han ihr öffentliches Debüt feiern, ausgestattet mit einem 102-kWh-Akku und einer CLTC-Reichweite von bis zu 1.008 Kilometern.

In Japan brachte BYD Ende Juli mit dem Racco einen Kleinstwagen auf den Markt, der dort umgerechnet rund 13.100 Dollar kostet und nach Subventionen unter zwei Millionen Yen fällt – ein Signal für das wachsende internationale Selbstbewusstsein des Konzerns.

Darüber hinaus teilte BYD der China Securities Journal mit, im August im Rahmen seiner „Di Space“-Erlebniszentren einen humanoiden Roboter vorzustellen.

Kurs bleibt unter Druck

An der Börse spiegelt sich die gemischte Gemengelage bislang nicht in einer klaren Richtung wider. Die Aktie schloss am Mittwoch bei 9,84 Euro, nach einem Tagesminus von 0,9 Prozent.

Seit Jahresbeginn steht ein Rückgang von 8,1 Prozent zu Buche, zum 52-Wochen-Hoch von 13,23 Euro aus dem August 2025 fehlen der Aktie mittlerweile 26 Prozent. Anleger dürften die kommenden Monatszahlen genau beobachten, um einzuschätzen, ob sich das Julitempo fortsetzt und das Jahresziel doch noch in Reichweite rückt.

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BYD Aktie

9,90 EUR

– 0,07 EUR -0,74 %
KGV 25,82
Sektor Zyklischer Konsum
Div.-Rendite 0,40 %
Marktkapitalisierung 816,90 Mrd. EUR
ISIN: CNE100000296 WKN: A0M4W9

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