BYD Aktie: Blade-Batterie-Ausbau – doch Analysten bremsen?
BYD steigert den Septemberabsatz vor allem dank Auslandslieferungen, während JPMorgan die Bewertung senkt und US-Handelsregeln offenbleiben.

Kurz zusammengefasst
- BYD-Aktie verliert 2,4 Prozent
- Xixian-Werk erreicht volle Produktion
- Septemberabsatz steigt um 17 Prozent
- JPMorgan senkt Kursziel auf 88 HKD
Am Freitag verlor die BYD-Aktie im Sog stark anziehender US-Anleiherenditen 2,4 Prozent auf 8,39 Euro. Ein breiter Abverkauf an den asiatischen Handelsplätzen erfasste mehrere chinesische Elektroautobauer, darunter auch Li Auto und XPeng, während Geely gegen den Trend zulegte.
Während die Zinsentwicklung an den internationalen Märkten die Bewertungen technologielastiger Titel belastete, setzt der Konzern operativ auf den Ausbau seiner Fertigungskapazitäten.
Am Mittwoch meldete Yicai das Erreichen der vollen Produktion an BYDs neuem Batteriestandort Xixian in der Provinz Shaanxi. Das Werk mit einem Investitionsvolumen von 7 Milliarden CNY verfügt über eine Jahreskapazität von 16 Gigawattstunden.
Der Standort zählt zu den ersten Fertigungsstätten, die BYDs Blade-Batterie der zweiten Generation herstellen. Der Ausbau eigener Zellkapazitäten gilt als strategischer Kern, um die Fertigungskosten zu kontrollieren.
Analysten dämpfen die Erwartungen
Auf der Marktseite bleibt das Umfeld jedoch anspruchsvoll. Die Analysten von JPMorgan stuften die Aktie am Mittwoch von Overweight auf Neutral ab und reduzierten ihr Kursziel von 124 auf 88 HKD. Das Analysehaus begründete diesen Schritt mit einer schwachen Inlandsnachfrage, steigenden Inputkosten sowie anhaltenden handelspolitischen Maßnahmen und regulatorischen Unsicherheiten, denen chinesische Fahrzeughersteller gegenüberstehen.
Die Zurückhaltung der chinesischen Konsumenten prägt auch das operative Bild. Laut Reuters leidet der Hersteller auf seinem Heimatmarkt unter einer anhaltend schwachen Nachfrage.
Der gesamte Fahrzeugabsatz legte im September im Jahresvergleich zwar um 17 Prozent auf 463.561 Einheiten zu, gestützt wurde diese Entwicklung jedoch vor allem durch die Expansion im Ausland: Die weltweiten Lieferungen von Pkw und Pickups außerhalb Chinas stiegen um 153,9 Prozent auf 179.877 Einheiten.
Handelspolitische Hängepartie in den USA
Parallel dazu bleibt die regulatorische Lage auf wichtigen Exportmärkten in der Schwebe. Im US-Senat wurde ein Gesetzesvorhaben, das ein dauerhaftes Verkaufsverbot für chinesische Fahrzeuge sowie Einfuhrbeschränkungen für vernetzte Automobile vorsieht, auf die Zeit nach den Wahlen im November vertagt.
Für die internationalen Wachstumspläne der chinesischen Automobilindustrie bedeutet dieser Aufschub eine anhaltende Hängepartie beim Marktzugang in Nordamerika.
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