BYD Aktie: CATL verdient fünfmal mehr
BYD leidet unter sinkenden Margen, während Batterielieferant CATL Rekordgewinne einfährt. Der Aktienkurs nähert sich dem Jahrestief.

Kurz zusammengefasst
- CATL übertrifft BYD beim Gewinn deutlich
- BYD-Quartalsgewinn bricht um 55 Prozent ein
- Umsatzrückgang um knapp zwölf Prozent
- Aktie fällt auf 8,90 Euro zurück
BYD baut die Autos. Der Batterielieferant CATL streicht die Gewinne ein. Diese bittere Realität trifft Anleger derzeit mit voller Wucht. Ein aktueller Branchenvergleich offenbart eine drastische Schieflage in der Wertschöpfungskette.
CATL deklassiert die Autobauer
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Der Batteriehersteller CATL verdiente im ersten Quartal unterm Strich 20,7 Milliarden Renminbi. Das entspricht einem Gewinnsprung von 48 Prozent.
Sieben führende chinesische Autobauer kommen zusammen auf lediglich 17,5 Milliarden Renminbi. Darunter befinden sich Branchengrößen wie BYD, Geely und SAIC. Allein im Vergleich zu BYD fällt der Unterschied massiv aus. CATL erwirtschaftete mehr als das Fünffache des BYD-Quartalsgewinns.
Gewinneinbruch drückt den Kurs
Die eigene Bilanz des Elektroautobauers offenbart deutliche Schwächen. Der Umsatz sank im ersten Quartal um knapp 12 Prozent auf 150,2 Milliarden Renminbi. Der Nettogewinn brach sogar um 55 Prozent ein.
Unterm Strich blieben lediglich 4,1 Milliarden Renminbi übrig. Auch der operative Cashflow rutschte um 67 Prozent ab. Ein schwacher Heimatmarkt belastet das Geschäft schwer. Die steigenden Exporte können diese Lücke aktuell nicht schließen.
Aktie am Abgrund
An der Börse hinterlässt diese Entwicklung tiefe Spuren. Die BYD-Aktie notiert aktuell bei 8,90 Euro. Damit bewegt sich das Papier gefährlich nah am 52-Wochen-Tief von 8,82 Euro.
Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf fast 19 Prozent. Ein RSI-Wert von 25,6 signalisiert mittlerweile einen stark überverkauften Zustand. Die Talfahrt beschleunigt sich.
Die Folge: Anleger hinterfragen das integrierte Geschäftsmodell von BYD.
Profitabilität rückt in den Fokus
Der Fokus des Marktes verschiebt sich radikal. Reines Umsatzwachstum reicht Investoren nicht mehr aus. BYD muss in den kommenden Berichten stabile Margen nachweisen. Gelingt es dem Management nicht, den heimischen Preisdruck durch lukrative Exporte auszugleichen, droht ein Fall unter die kritische Marke von 8,82 Euro.
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