BYD Aktie: Christian Horner verhandelt über Formel 1
BYD verhandelt über Formel-1-Einstieg, während sinkende Gewinne und steigende Kosten den Expansionskurs belasten.
Kurz zusammengefasst
- Gespräche mit Ex-Red-Bull-Chef Horner
- Eigenes Werksteam oder Alpine-Einstieg
- Gewinnrückgang um 55 Prozent
- Auslandsverkäufe in Südkorea boomen
BYD prüft offenbar den Sprung in die Formel 1. Für den chinesischen Elektroauto-Riesen wäre das mehr als eine Marketingnummer: Es ginge um globale Sichtbarkeit, technologische Glaubwürdigkeit und den nächsten Schritt aus dem Heimatmarkt heraus. Brisant ist der Zeitpunkt. Während die Marke international wächst, steht die Profitabilität unter Druck.
Horner, Alpine oder eigenes Werksteam
Im Zentrum der Gespräche steht Christian Horner, der frühere Teamchef von Red Bull Racing. Er soll im Mai in Cannes mit BYD-Vizepräsidentin Stella Li verhandelt haben. Das Treffen dauerte zwei Tage und folgte kurz nach dem Ende von Horners Wettbewerbsverbot am 8. Mai.
Für BYD liegen zwei Varianten auf dem Tisch. Eine Option wäre der Einstieg bei Alpine über einen Anteil von 24 Prozent, der derzeit von Otro Capital gehalten wird. Die zweite Variante ist deutlich ambitionierter: ein eigenes Werksteam als zusätzlicher Rennstall im Formel-1-Feld.
Gerade diese zweite Option dürfte strategisch besser zu BYD passen. Ein Werksteam könnte Batterietechnik, Hybridkompetenz und Markenpositionierung stärker bündeln als eine Minderheitsbeteiligung. Die FIA zeigt sich ohnehin offen für mehr Hersteller aus China. Für BYD wäre die Formel 1 damit ein globales Schaufenster.
Gewinnrückgang trifft auf Kostendruck
Die mögliche Motorsport-Offensive kommt nicht aus einer Komfortzone heraus. Im ersten Quartal 2026 sank der Nettogewinn von BYD um 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hauptgrund sind stark gestiegene Kosten für Rohstoffe und Komponenten im chinesischen Markt für New-Energy-Vehicles.
Besonders hart trifft die Branche der Preissprung bei Lithiumcarbonat. Der Preis stieg um 125 Prozent auf 200.000 RMB je Tonne. Auch Halbleiter verteuerten sich spürbar, bei DRAM-Speichern lag der Anstieg bei 180 Prozent.
Das belastet die gesamte Kostenbasis. Mehr als zehn chinesische Autobauer haben deshalb ab Mai 2026 ihre Verkaufspreise erhöht. Die Aufschläge bewegen sich je nach Modell zwischen 2.000 und 10.000 RMB.
Für BYD verschärft das den Zielkonflikt. Die Marke will weltweit sichtbarer werden und gleichzeitig die Margen stabilisieren. Ein Formel-1-Projekt könnte helfen, das Premiumprofil zu schärfen, bindet aber auch Kapital und Managementaufmerksamkeit.
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Auslandsgeschäft liefert Rückenwind
Operativ zeigt BYD außerhalb Chinas weiter Dynamik. In Südkorea ist der Konzern unter den importierten Marken auf Rang vier vorgerückt, nur Tesla, BMW und Mercedes-Benz liegen davor. Zwischen Januar und April 2026 verkaufte BYD dort 5.991 Fahrzeuge.
Das entspricht einem Plus von 983,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ein wichtiger Treiber ist der BYD Seal. Dessen monatliche Verkäufe stiegen von 51 Einheiten im Januar auf 207 Einheiten im April.
Auch in Australien baut BYD die Modellpalette aus. Die Behörden haben zwei neue Fahrzeuge freigegeben: den Seal 7 als Plug-in-Hybrid-Limousine und den V9 als großen elektrischen Transporter. Der Seal 7 kombiniert einen Turbomotor mit E-Antrieb und kommt auf 197 kW Systemleistung.
Der V9 zielt auf den Markt für gewerbliche Transporter. Er bietet einen 150-kW-Heckmotor und bis zu 17,9 Kubikmeter Ladevolumen. Damit greift BYD ein Segment an, in dem etablierte Anbieter bislang stark positioniert sind.
Denza soll mehr Gewicht bekommen
Für Aktionäre ist auch die Ausschüttung fixiert. BYD zahlt eine Dividende von 0,358 RMB je Aktie. Der Ex-Dividenden-Tag ist auf den 11. Juni 2026 angesetzt.
Im Premiumgeschäft rückt Denza stärker nach vorn. BYD hatte die Marke im September 2024 vollständig übernommen, nachdem Mercedes-Benz aus dem Gemeinschaftsunternehmen ausgestiegen war. Bis zum vierten Quartal 2026 soll Denza 15 Prozent zum Gesamtumsatz beitragen.
Der Denza N9 soll diese Ambition stützen. Das SUV kommt auf 870 PS und eine kombinierte Reichweite von rund 1.302 Kilometern. Genau hier passt auch die Formel-1-Logik: BYD will nicht nur Volumenhersteller sein, sondern im oberen Marktsegment technisch überzeugen.
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