BYD Aktie: Export als Rettungsanker
Der Elektroautohersteller BYD verzeichnet erstmals seit Jahren einen Gewinneinbruch, getrieben von Rabattschlachten in China. Das Unternehmen setzt nun verstärkt auf das deutlich profitablere Auslandsgeschäft.

Kurz zusammengefasst
- Jahresgewinn fällt um 19 Prozent
- Rabattkampf in China drückt Margen
- Exporte als profitabler Wachstumsmotor
- Hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung
Der weltgrößte Elektroautohersteller spürt die Härte des chinesischen Marktes. Erstmals seit vier Jahren muss BYD einen jährlichen Gewinnrückgang hinnehmen, da Rabattschlachten die Margen im Heimatland spürbar belasten. Um dem heimischen Preisdruck zu entkommen, forciert der Konzern nun massiv sein deutlich lukrativeres Auslandsgeschäft.
Tribut an die Rabattschlacht
Für das Geschäftsjahr 2025 meldet BYD einen Nettogewinn von 32,6 Milliarden Yuan (etwa 4,72 Milliarden US-Dollar). Das entspricht einem Minus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr und verfehlt die Erwartungen der Analysten. Besonders das vierte Quartal riss mit einem Gewinnrückgang von über 38 Prozent ein tiefes Loch in die Bilanz. Zwar stieg der Jahresumsatz leicht um 3,5 Prozent auf 804 Milliarden Yuan und übertraf damit die Erlöse von Tesla, das Wachstumstempo ist jedoch so niedrig wie seit sechs Jahren nicht mehr.
Verantwortlich für diese Entwicklung ist der intensive Preiskampf in China. Da mehr als 61 Prozent der inländischen Verkäufe auf Modelle unter 150.000 Yuan entfielen und BYD aggressive Rabatte gewährte, schrumpfte die Bruttomarge des Konzerns von 19,44 auf 17,74 Prozent.
Der Blick richtet sich nach außen
Auch der Start ins neue Jahr verlief holprig. Im Januar und Februar 2026 fielen die Verkaufszahlen um 36 Prozent. Im Februar musste BYD sogar die Spitzenposition auf dem chinesischen Markt vorübergehend an den Konkurrenten Geely abtreten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BYD?
Als Reaktion auf die heimische Stagnation beschleunigt das Management die globale Expansion. Das Auslandsgeschäft bietet eine signifikant höhere Profitabilität mit Margen von 19,5 Prozent. Während Analysten den Gewinn pro Fahrzeug in China auf lediglich 5.000 Yuan schätzen, winken im internationalen Verkauf bis zu 20.000 Yuan. Im vergangenen Jahr stiegen die Exporte bereits um rund 150 Prozent auf über eine Million Fahrzeuge. Für 2026 peilt das Unternehmen nun 1,3 Millionen exportierte Einheiten an.
Investitionen und Marktreaktion
Trotz des geringeren Gewinns spart BYD nicht an der technologischen Entwicklung. Die Ausgaben für Forschung stiegen 2025 um 17 Prozent auf 63,4 Milliarden Yuan. Ein Resultat dieser Investitionen ist eine neue „Blade-Batterie“, die sich laut Unternehmensangaben in nur fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent aufladen lässt.
Aktionäre sollen im August 2026 eine Dividende von 0,358 Yuan je Aktie erhalten. Die Börse reagierte am Freitag nach der Zahlenvorlage positiv auf die strategische Ausrichtung. An der Hongkonger Börse legte das Papier um 3,7 Prozent zu und profitierte dabei von einer allgemeinen Erholung im regionalen Tech-Sektor.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 28. März liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...