BYD Aktie: Fang Cheng Bao wächst 190 Prozent
BYD rüstet seine Submarke Fang Cheng Bao mit Flash-Charging auf und bringt den Hybrid-Pickup Shark nach China, um den schwächelnden Heimatmarkt zu stützen.
Kurz zusammengefasst
- Hybrid-Pickup Shark startet in China
- Schnellladetechnik für alle Fang-Cheng-Bao-Modelle
- Submarke wächst um 190 Prozent
- Ausbau des globalen Ladenetzes geplant
Schwacher Heimatmarkt, starke Nebenmarke: BYD schärft seine Produktstrategie. Der Konzern bringt den Hybrid-Pickup Shark erstmals nach China und rüstet Fang Cheng Bao komplett auf Flash-Charging um. Das ist mehr als Modellpflege. BYD versucht, Preisdruck im chinesischen Kerngeschäft mit neuen Produkten und besserer Ladeinfrastruktur abzufedern.
Shark kommt nach China
Den China-Start des Shark kündigte Xiong Tianbo an, Chef der BYD-Sparte Fang Cheng Bao. Der Schritt ist auffällig, weil BYD den Pickup zuerst im Ausland lancierte. Für einen Hersteller, dessen Heimmarkt lange der natürliche Startpunkt war, ist das ein bemerkenswerter Kurswechsel.
Der Shark basiert auf BYDs DMO-Plattform für Offroad-Hybride. Sein Doppelmotor leistet mehr als 430 PS. Den Sprint auf 100 Kilometer pro Stunde schafft das Modell in 5,7 Sekunden.
Die kombinierte NEDC-Reichweite liegt bei 840 Kilometern. Die Technik passt damit gut zur Fang-Cheng-Bao-Positionierung: robust, teuer, stärker auf Erlebnis als auf reine Volumenmodelle ausgelegt. Im April verkaufte BYD im Ausland 4.500 Shark, seit Jahresbeginn summiert sich der Absatz auf 11.804 Einheiten.
Flash-Charging für die gesamte Marke
Parallel dazu hat die Submarke neue Flash-Charging-Versionen von Bao 8 und Bao 5 auf den Markt gebracht. Damit besitzt nun jedes Modell der Marke die schnellere Ladetechnik. Für BYD ist das wichtig, weil Reichweite und Ladezeit im Premiumsegment immer stärker als Kaufargument zählen.
Die kleinere Variante startet bei 305.800 Yuan, umgerechnet etwa 45.020 Dollar. Die größere Version kostet ab 419.800 Yuan. Beide Modelle nutzen BYDs neue Blade-Batterie und eine besonders schnelle Ladeplattform.
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Die größere Variante erreicht eine kombinierte Reichweite von bis zu 1.380 Kilometern. Bei der kleineren sind es bis zu 1.310 Kilometer. Neu ist auch das Fahrwerkssystem DiSus-P Ultra: Es erlaubt einen Reifenwechsel mit angehobenem Rad in drei Minuten und soll nach einem Reifenschaden sogar Fahren auf drei Rädern ermöglichen.
Submarke wächst gegen den Trend
Fang Cheng Bao wächst deutlich schneller als der Gesamtkonzern. Zuletzt erreichte die Marke 29.138 Fahrzeuge, ein Plus von 190,25 Prozent zum Vorjahr und 12,39 Prozent zum Vormonat. Das macht die Marke zu einem wichtigen Gegengewicht im BYD-Portfolio.
Auf Konzernebene bleibt der chinesische Markt schwieriger. Im April sank BYDs Absatz den achten Monat in Folge im Jahresvergleich, diesmal um 15,51 Prozent. Im Ausland lief es dagegen stark: Dort verkaufte BYD 134.542 Pkw und Pickups, ein Plus von 70,9 Prozent.
Ladenetz soll global wachsen
BYD will die Schnellladetechnik auch international ausrollen. In den kommenden zwölf Monaten plant der Konzern 6.000 Flash-Charging-Stationen außerhalb Chinas, davon 3.000 in Europa. Die Ladepunkte sollen CCS2-Stecker nutzen und auch für andere Marken offen sein.
An der Börse reichte der Produktvorstoß zunächst nicht für Rückenwind. Die Hongkonger Aktie notierte während der Sitzung bei 102,90 HK-Dollar und verlor 2,74 Prozent. Bis Jahresende muss BYD nun zeigen, ob Shark in China und Flash-Charging bei Fang Cheng Bao den Druck im Heimatmarkt spürbar mildern können.
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