BYD Aktie: Fangchengbao überschreitet 400.000 Fahrzeuge
Chinesischer E-Auto-Pionier BYD meldet starke Verkaufszahlen, kämpft aber mit Lieferverzögerungen durch die Umstellung auf neue Batterietechnik.
Kurz zusammengefasst
- Verkaufsrekord für Premiummarke Fangchengbao
- Neue Schnellladetechnik vorgestellt
- Produktionsengpässe durch Batterieumstellung
- Rekordexporte nach Australien und Europa
Starke Verkaufszahlen treffen auf leere Bänder. Bei BYD klaffen Nachfrage und Produktionskapazität aktuell spürbar auseinander. Der chinesische Autobauer feiert neue Meilensteine, kämpft intern aber mit einer massiven Umstellung.
Die Premiummarke Fangchengbao überschritt am Mittwoch die Marke von 400.000 verkauften Fahrzeugen. Für die letzten hunderttausend Einheiten brauchte BYD lediglich vier Monate. Ein Treiber dieses Wachstums ist das Modell Tai 7. Es kurbelt die Verkäufe stark an.
Parallel dazu zeigt der Konzern technische Fortschritte. Ein BYD Song Ultra EV fuhr eine über 4.300 Kilometer lange Strecke quer durch China. Das Fahrzeug nutzte dabei die neue Schnellladetechnik. Mit der neuen Batterie-Generation lädt das Auto in fünf Minuten einen Großteil der Kapazität auf. Selbst bei extremen Minusgraden dauert dieser Vorgang rund zwölf Minuten.
Um diese Technik zu stützen, baut BYD die Infrastruktur aus. Das Unternehmen betreibt mittlerweile fast 6.000 spezielle Schnellladestationen. Diese verteilen sich auf über 300 chinesische Städte.
Engpässe bei der Batterieproduktion
Die Folge: Die Produktion kommt kaum hinterher. Konzernchef Wang Chuanfu räumte Mitte Mai Lieferprobleme bei wichtigen Kernmarken ein. Betroffen sind unter anderem die Modellreihen Dynasty und Ocean.
BYD stellt seine Werke auf die zweite Generation der Blade-Batterie um. Das bremst aktuell den Ausstoß. Während sich die Lage beim Tai 3 entspannt, bleibt das Angebot bei anderen Neuwagen knapp. Das Management hat Führungsteams in drei große Fabriken entsandt. Sie sollen den Kapazitätsausbau vor Ort beschleunigen.
Fokus auf den Export
Der Heimatmarkt kühlt derweil ab. China hat die Steuererleichterungen für Elektroautos in diesem Jahr halbiert. Käufer sparen maximal 15.000 Yuan pro Fahrzeug. Das drückt die lokale Nachfrage und verschärft den Preiskampf.
BYD weicht verstärkt ins Ausland aus. Im April exportierte der Konzern eine Rekordmenge von rund 135.000 Fahrzeugen. Ein Frachtschiff verließ Shanghai kürzlich mit fast 5.000 Neuwagen an Bord. Ziel der Lieferung ist Australien.
Dort hat die Marke ihren Marktanteil in vier Monaten verdoppelt. BYD ist in Australien mittlerweile die zweitstärkste Automarke hinter Toyota.
Auch Europa steht weiter auf dem Plan. Für den britischen Markt kündigte BYD am Mittwoch den Ti7 an. Der siebensitzige Plug-in-Hybrid soll das Angebot in der Region ausbauen. Das Modell hilft dem Konzern, die sinkenden Margen aus dem chinesischen Preiskampf abzufedern.
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