BYD Aktie: Fünf Millionen Fahrzeuge geplant
BYD verhandelt über Fabrikübernahmen in Europa und hebt die interne Verkaufsprognose auf über fünf Millionen Fahrzeuge an. Analysten zeigen sich optimistisch.

Kurz zusammengefasst
- Verhandlungen mit Stellantis über Werke
- Interesse an Luxusmarke Maserati
- Verkaufsziel auf fünf Millionen erhöht
- Rekord-Exporte im April gemeldet
Der chinesische Autobauer BYD kämpft an der Börse mit Gegenwind. Operativ schaltet der Konzern jedoch einen Gang höher. Das Management sucht in Europa nach eigenen Fabriken und hebt die internen Verkaufsziele massiv an.
Fokus auf Europa
Die Strategie für den europäischen Markt ist aggressiv. BYD verhandelt laut Vizepräsidentin Stella Li mit Stellantis und anderen Herstellern. Das Ziel: ungenutzte Fabriken übernehmen. Der Konzern will die europäischen Strafzölle für Elektroautos umgehen.
Ein Joint Venture lehnt Li ab. BYD will die Kontrolle behalten. Neben Fabriken stehen auch schwächelnde Traditionsmarken auf der Einkaufsliste. Li bezeichnete die Stellantis-Luxusmarke Maserati als sehr interessant. In Italien läuft beispielsweise das Stellantis-Werk Cassino weit unter der Kapazitätsgrenze.
Prognose und Margen steigen
Parallel dazu wächst der Optimismus für das laufende Jahr. Das Management rechnet nun mit bis zu vier Millionen verkauften Fahrzeugen im Heimatmarkt. Hinzu kommen geplante 1,5 Millionen Einheiten im Ausland. Insgesamt peilt BYD damit über fünf Millionen Auslieferungen an.
Die Analysten von JPMorgan reagieren positiv. Sie bewerten die Aktie mit „Overweight“ und rufen ein Kursziel von 120 Hongkong-Dollar aus. Die Experten sehen einen klaren Treiber für die Gewinnmargen.
Im vierten Quartal 2026 sollen teurere Modelle über 30 Prozent der Inlandsverkäufe ausmachen. Diese Fahrzeuge kosten meist mehr als 200.000 Yuan.
Harte Daten stützen den globalen Expansionskurs. Im April exportierte BYD eine Rekordzahl von rund 135.000 Fahrzeugen. In Großbritannien führt die Marke aktuell die Verkaufsstatistik für Elektroautos an. In Brasilien überholte BYD im vergangenen Monat sogar Volkswagen bei den Gesamtverkäufen.
Im Heimatmarkt China bremste zuletzt die Politik. Die Regierung halbierte die Steuervorteile für Elektroautos für die Jahre 2026 und 2027. Viele Käufer zogen ihre Bestellungen deshalb in das Vorjahr vor. Das belastete das erste Quartal spürbar.
Für das zweite Quartal rechnet JPMorgan nun mit einer deutlichen Erholung. Die Analysten erwarten bei BYD ein Absatzplus von rund 60 Prozent gegenüber dem Vorquartal. An der Börse schloss das Papier am Freitag bei 96,45 Hongkong-Dollar. Ein konkreter Deal für ein europäisches Werk könnte dem Kurs nun neue Impulse liefern.
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