Reichweitenangst und lange Ladezeiten gelten als die größten Hürden für Elektroautos. BYD greift genau dieses Problem nun mit einer neuen Batteriegeneration und extremen Ladeleistungen an. Während die Konkurrenz noch mit dem lokalen Stromnetz kämpft, rollen die Chinesen bereits eine eigene Infrastruktur aus, die den klassischen Tankvorgang zeitlich imitieren soll.
Laden im Minutentakt
Kern der Strategie ist das neue Flash-Charging-System mit einer Leistung von bis zu 1.500 Kilowatt. Unter optimalen Bedingungen füllt sich der Akku damit in nur fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent. Ein fast vollständiger Ladevorgang auf 97 Prozent dauert laut Unternehmensangaben rund neun Minuten. Besonders interessant für nördliche Märkte ist die Kälteresistenz der zweiten Blade-Batterie-Generation. Selbst bei eisigen Temperaturen von minus 30 Grad Celsius verspricht der Hersteller eine Vollladung in unter zwölf Minuten.
Stromnetz ohne Überlastung
Schnelles Laden erfordert enorme Strommengen, die lokale Netze oft überfordern. BYD umgeht dieses Nadelöhr mit einem cleveren Ansatz. Die neuen Ladesäulen verfügen über integrierte Energiespeicher. So lassen sich die Hochleistungslader an bestehenden Standorten installieren, ohne das Stromnetz massiv ausbauen zu müssen. Bis Ende 2026 sollen in China 20.000 dieser Stationen stehen, wovon über 4.200 bereits in Betrieb sind. Künftig gehört diese Technik bei allen BYD-Modellen ab einem Preis von 100.000 RMB zur Serienausstattung.
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Expansion über Umwege
Die technologische Offensive kommt zur rechten Zeit. Nach einem schwachen Branchenmonat im Februar behauptete BYD mit einem Marktanteil von 19,1 Prozent bei New Energy Vehicles in China seine Spitzenposition. Nun richtet das Management den Blick verstärkt nach außen. Im April feiert die neue Ladetechnik im Denza Z9GT ihre Europapremiere. Gleichzeitig prüft der Konzern den Bau einer Fabrik in Kanada, um von kürzlich gesenkten Zöllen zu profitieren. Um weitere Handelsbarrieren in Nordamerika und Europa zu umgehen, zieht die Führungsebene sogar die Übernahme etablierter westlicher Autobauer in Betracht. Klassische Joint Ventures lehnt das Management derzeit ab.
Mit dem Start der ersten Hochleistungslader in Großbritannien und Spanien im Laufe dieses Jahres verlagert BYD den technologischen Wettbewerb zunehmend nach Europa. Der Erfolg dieser Infrastruktur-Strategie und mögliche Zukäufe im Westen dürften maßgeblich bestimmen, wie schnell der Konzern seine globalen Marktanteile weiter ausbauen kann.
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