BYD Aktie: Gewinn bricht um 55,4 Prozent ein

Trotz eines Gewinnrückgangs von 55 Prozent im ersten Quartal hält BYD an ambitionierten Jahreszielen fest und setzt auf Exporte sowie Premium-Modelle.

Dr. Robert Sasse ·
BYD Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Weltweites Absatzziel von bis zu 5,5 Mio. Fahrzeugen
  • Nettogewinn im ersten Quartal um 55 Prozent gesunken
  • Exportwachstum von 71 Prozent im April
  • Ausbau der Schnellladeinfrastruktur auf 20.000 Stationen

Hohe Ziele, schrumpfende Gewinne: BYD geht mit einem klaren Wachstumsplan in das laufende Jahr. Der Konzern peilt für 2026 weltweit 5,0 bis 5,5 Millionen Auslieferungen an. Das wäre ein Plus von bis zu einem Fünftel. Der Haken: In China frisst der Preiskampf bereits sichtbar an den Margen.

Absatz erholt sich im April

Im April lieferte BYD rund 314.000 Fahrzeuge aus. Das lag zwar klar unter dem Vorjahresmonat, brachte aber eine Erholung gegenüber März. Der Monatsanstieg betrug 6,2 Prozent.

In China bleibt BYD damit die führende Marke. SAIC kam im selben Zeitraum auf 142.487 Einheiten, Geely Auto auf 135.591 Fahrzeuge. Der Abstand ist deutlich.

Der stabilste Treiber liegt außerhalb des Heimatmarkts. Die Auslandsverkäufe von Pkw und Nutzfahrzeugen erreichten im April 134.542 Einheiten. Das entspricht einem Wachstum von 70,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Diese Exportdynamik ist wichtig. Sie mildert den Druck aus China, wo Rabatte und aggressive Preise den Markt prägen. Genau dort entscheidet sich aber weiter ein großer Teil der Profitabilität.

Gewinn bricht ein, Umsatz hält dagegen

Im ersten Quartal 2026 sank der Nettogewinn auf 4,09 Milliarden Yuan. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Rückgang von 55,4 Prozent. Das ist mehr als ein normaler Dämpfer.

Auch je Aktie zeigte sich der Druck klar. Der Gewinn je Aktie fiel von 1,04 Yuan auf 0,45 Yuan. Der harte Wettbewerb trifft also nicht nur kleinere Anbieter, sondern auch den Marktführer.

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Der Umsatz lag dennoch über den ersten Markterwartungen. Dabei halfen vor allem die schneller wachsenden Premium-Submarken. BYD versucht damit, weniger abhängig vom reinen Volumengeschäft zu werden.

Schnelles Laden als Hebel

Für das Wachstumsziel setzt BYD stark auf Ladeinfrastruktur. Bis Ende 2026 will der Konzern landesweit 20.000 „Flash Charging“-Stationen betreiben. Derzeit sind 4.239 Stationen aktiv.

Die neue Technik nutzt Gleichstromlader mit mehr als einem Megawatt Leistung. In Vorführungen lud ein Fahrzeug in rund acht Minuten und 26 Sekunden auf 97 Prozent. Das ist ein klarer Angriff auf Reichweiten- und Ladezeitbedenken.

Eine Ladung von neun Minuten soll Reichweite für bis zu 988 Kilometer bringen. Wenn BYD diese Leistung im Alltag breit nutzbar macht, könnte das im Heimatmarkt ein echter Vorteil werden.

Auch die Produktion bleibt auf Tempo ausgelegt. Im Werk Zhengzhou entsteht aktuell eine Elektroauto-Karosserie pro Minute. Der Standort umfasst 10,67 Quadratkilometer.

Der Automatisierungsgrad liegt bei 98 Prozent. Neben Fahrzeugen fertigt BYD dort auch Batteriezellen, Motoren und Steuerungssysteme. Eine einzelne Batteriezelle entsteht nach Unternehmensangaben alle drei Sekunden.

BYD setzt damit auf drei Hebel: Exportwachstum, Premium-Modelle und eigene Ladeinfrastruktur. Der Plan ist ehrgeizig, aber nicht ohne Grundlage. Der Gewinnrückgang zeigt jedoch, wie teuer Wachstum in einem überhitzten chinesischen Markt werden kann.

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BYD Aktie

10,30 EUR

– 0,27 EUR -2,54 %
KGV 42,87
Sektor Zyklischer Konsum
Div.-Rendite 0,36 %
Marktkapitalisierung 879,35 Mrd. EUR
ISIN: CNE100000296 WKN: A0M4W9

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