BYD Aktie: Gewinneinbruch von 55 Prozent im Q1
BYD verzeichnet einen Gewinnrückgang von 55 Prozent im ersten Quartal, während ein harter Preiskampf und gekürzte Steuervergünstigungen die Margen drücken.

Kurz zusammengefasst
- Gewinn bricht um 55 Prozent ein
- Umsatz sinkt auf 150 Milliarden Yuan
- Preiskampf mit Xiaomi und Geely
- Exporte steigen um fast 56 Prozent
Die Stimmung an den chinesischen Aktienmärkten hellt sich auf. Entspannungssignale im Handelsstreit mit den USA treiben den breiten Markt an. Bei BYD klaffen Marktumfeld und Realität allerdings massiv auseinander. Die Aktie rutscht ab – die schwachen Fundamentaldaten holen den Autobauer ein.
Ein Blick auf die Bilanzen liefert die Erklärung. BYD verzeichnete im Auftaktquartal einen Gewinneinbruch von rund 55 Prozent – ein derartiger Absturz traf den Konzern zuletzt vor sechs Jahren. Der Umsatz schrumpfte parallel dazu auf gut 150 Milliarden Yuan.
Konkurrenten wie Xiaomi und Geely zwingen den Marktführer in einen erbitterten Preiskampf. Im Frühjahr erreichten die Rabatte einen vorläufigen Höhepunkt. Sie fraßen die Margen pro Fahrzeug regelrecht auf. Eine Änderung der Förderpolitik verschärft die Lage zusätzlich: China hat die Steuerbefreiungen für Elektroautos für das laufende Jahr spürbar gekürzt, weshalb viele Käufer ihre Bestellungen ins Vorjahr vorzogen.
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Exporte stützen das Geschäft
Abseits des Heimatmarktes läuft die Expansion auf Hochtouren. Die internationalen Verkäufe kletterten zu Jahresbeginn um fast 56 Prozent. Mehr als 321.000 Fahrzeuge lieferte BYD ins Ausland. In der Europäischen Union verdoppelten sich die Neuzulassungen in den ersten beiden Monaten – damit überholte der Konzern in Europa sogar Tesla.
Analysten uneins über den Tiefpunkt
Die Expertenmeinungen gehen nach den Zahlen weit auseinander. Goldman Sachs sieht im abgelaufenen Quartal den absoluten Tiefpunkt und ruft ein Kursziel von 134 Hongkong-Dollar aus. Analysten von BNP Paribas warnen hingegen vor anhaltendem Margendruck. Sie bewerten die Papiere mit „Underperform“ und sehen den fairen Wert bei lediglich 87 Hongkong-Dollar.
Anfang Juni stellt sich das Management auf der Hauptversammlung den Aktionären. Wenige Tage später wird die Aktie ex-Dividende gehandelt. Die zur Abstimmung stehende Ausschüttung fällt mit einer Rendite von 0,4 Prozent allerdings branchenunterdurchschnittlich aus.
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