BYD Aktie: Nordmazedonien wird 38. Europa-Markt
Der Autobauer erschließt weitere Absatzmärkte; zugleich stiegen die September-Exporte alternativer Antriebe um 16,98 Prozent.

Kurz zusammengefasst
- Racco-Reservierungen in Macau gestartet
- Sri-Lanka-Start für 9. Oktober vorgesehen
- BYD erreicht 38. europäischen Markt
- September-Exporte alternativer Antriebe legten zu
Der chinesische Hersteller BYD erschließt neue Märkte abseits der großen Automobilzentren. Am Sonntag kündigte das Unternehmen an, das kompakte Elektromodell Racco künftig in Macau und Sri Lanka zu verkaufen. Während in Macau bereits Reservierungen entgegengenommen werden, ist die Markteinführung in Sri Lanka für den 9. Oktober geplant.
Zusätzlich baut der Konzern seine europäische Präsenz weiter aus. Am 30. September startete BYD über einen neuen Importeur in Nordmazedonien, dem 38. europäischen Markt des Konzerns. Zum Auftakt bietet das Unternehmen dort sieben Fahrzeugmodelle an.
Diese Schritte unterstreichen die Bestrebungen, auch kleinere regionale Märkte mit einem differenzierten Portfolio abzudecken. An den Märkten sorgten die Meldungen für verhaltene Reaktionen: Die BYD-Aktie schloss gestern mit einem Minus von 1,1 Prozent bei 8,41 Euro.
Exportdynamik und geplante Modellpremieren
Die geografische Ausweitung folgt auf eine deutliche Belebung im Exportgeschäft. Wie Reuters vor gut einer Woche meldete, stiegen die weltweiten Verkäufe von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben im September im Jahresvergleich um 16,98 Prozent auf 463.561 Einheiten. Das markierte den monatlichen Höchststand im laufenden Jahr. Die Ausfuhren von Pkw und Pickups legten dabei im Vergleich zum Vorjahresmonat um 153,9 Prozent zu.
Vor gut einer Woche gab BYD zudem bekannt, auf dem Automobilsalon in Paris vertreten zu sein. Der Hersteller will dort seine Modellreihen mit reinem Elektroantrieb und Super-Hybrid-Technik vorstellen. Medienberichten zufolge soll am 12. Oktober außerdem ein weiteres, bislang unbenanntes Modell präsentiert werden.
Technische Nachbesserung und Patentanmeldung
Parallel zum Ausbau des Fahrzeugangebots arbeitet der Konzern an technischen Optimierungen. BYD bestätigte eine Softwareschwachstelle im Infotainmentsystem des Pickups Shark 6. Der Fehler ermöglichte über die Android Debug Bridge das Aufspielen nicht autorisierter Anwendungen. Das Unternehmen kündigte an, den unbeabsichtigten Zugang nach erfolgreicher Validierung über eine drahtlose Systemaktualisierung zu entfernen.
Darüber hinaus reichte das Unternehmen eine Patentanmeldung für ein Gehäusedesign von Batterieeinheiten ein. Dabei werden die Zellmodule in eine dielektrische Flüssigkeit getaucht. Für die Entwicklung, deren Prüfungsverfahren noch läuft, wurden bislang keine Pläne für eine Serienfertigung bekanntgegeben. Am Aktienmarkt spiegelt sich das herausfordernde Branchenumfeld wider: Seit Jahresanfang summiert sich der Kursverlust auf 21 Prozent.
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