BYD Aktie: Racco erhält über 1.000 Bestellungen

BYD startet mit dem Elektro-Kleinstwagen Racco in Japan und meldet über 1.000 Vorbestellungen. Derweil wächst das Auslandsgeschäft rasant, während der Heimatmarkt schwächelt.

Felix Baarz ·
Moderne Ladestation für Elektrofahrzeuge in urbaner Umgebung bei Dämmerung. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Über 1.000 Bestellungen für Racco
  • Exporte steigen um 124 Prozent
  • BlackRock beteiligt sich an BYD
  • Tang-Generation feiert Weltpremiere

BYD dringt mit einem eigens für den japanischen Markt entwickelten Kleinstwagen in eine der anspruchsvollsten Nischen des Automarktes vor. Das Elektro-Kei-Car „Racco“, zugeschnitten auf die engen Straßen Japans, verzeichnete in den ersten Wochen nach der Vorstellung bereits mehr als 1.000 Bestellungen.

Für einen chinesischen Hersteller ist das ein bemerkenswerter Achtungserfolg in einem Segment, das traditionell von heimischen Anbietern wie Honda oder Suzuki dominiert wird.

Der Vorstoß nach Japan fällt in eine Phase, in der BYD sein Modellportfolio auf breiter Front erweitert. Erst am Mittwoch stellte die Geländewagen-Submarke FangChengBao eine Langstreckenversion des Plug-in-Hybrid-SUV Ti7 in China vor.

Am selben Tag präsentierte die Premiummarke Denza mit dem N8 einen fünfsitzigen Groß-SUV, der mit einer 130-kWh-LFP-Blade-2.0-Batterie eine elektrische Reichweite von über 1.000 Kilometern erreichen soll und laut Herstellerangaben in neun Minuten von 10 auf 97 Prozent geladen werden kann.

Internationale Verkäufe wachsen deutlich stärker als das Inlandsgeschäft

Die Modelloffensive trifft auf ein Umfeld, in dem BYD sein Auslandsgeschäft kräftig ausbaut, während der Heimatmarkt schwächelt. Im Juli exportierte das Unternehmen 179.841 Personenwagen und Pick-ups, ein Plus von 124,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Gleichzeitig sanken die Verkäufe in China um rund 9 Prozent auf 239.370 Fahrzeuge. Insgesamt erreichte BYD im Juli mit 419.211 ausgelieferten Fahrzeugen einen Rekordwert für das laufende Jahr, ein Anstieg von 21,76 Prozent gegenüber Juli 2025.

Auch in einzelnen Auslandsmärkten zeigt sich die Dynamik: In Brasilien erzielte BYD im Juli mit 23.465 verkauften Fahrzeugen einen Marktanteil von 8,8 Prozent, in Mexiko kam der Hersteller im ersten Halbjahr auf 35,7 Prozent Anteil am Markt für emissionsarme Fahrzeuge bei 33.969 verkauften Einheiten.

In Australien lockt BYD derzeit mit befristeten Rabattaktionen und Cashback-Angeboten von bis zu 3.000 Dollar für Modelle wie den Sealion 7, Sealion 8 und Shark 6, gültig bis Ende September.

Technologie-Fortschritt und institutionelles Vertrauen

Neben der Modellvielfalt treibt BYD auch die Fahrassistenz-Technik voran: Die globale Flotte mit Fahrerassistenzsystemen wuchs im Juli um 187.670 Einheiten auf insgesamt 3,52 Millionen ausgestattete Fahrzeuge. Zusätzlich öffnete das Unternehmen in China die Vorbestellung für den Sealion 08, der sowohl als Plug-in-Hybrid (DM-i) als auch vollelektrisch angeboten wird, zu Preisen ab 230.000 Yuan.

Ein Signal für institutionelles Vertrauen kam von BlackRock: Der Vermögensverwalter meldete eine Beteiligung von 2,99 Prozent an der chinesischen Notierung von BYD. Für den 21. August ist zudem die Weltpremiere der dritten Generation des Tang-SUV auf der Chengdu Auto Show angekündigt.

An der Börse zeigt sich die Aktie derzeit stabil: Der Kurs schloss am Mittwoch bei 9,90 Euro, ein Plus von 1,0 Prozent gegenüber dem Vortag. Auf Wochensicht steht ein Zuwachs von 1,8 Prozent zu Buche, während das Papier binnen zwölf Monaten rund 20 Prozent verloren hat und weiterhin deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 13,23 Euro notiert. Die breite internationale Expansion und die Produktoffensive dürften mittelfristig entscheidend dafür sein, ob sich diese Distanz wieder verringert.

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BYD Aktie

8,88 EUR

+ 0,06 EUR +0,62 %
KGV 21,24
Sektor Zyklischer Konsum
Div.-Rendite 0,45 %
Marktkapitalisierung 728,01 Mrd. HKD
Ø Kursziel 107,93 CNY
ISIN: CNE100000296 WKN: A0M4W9

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