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BYD Aktie: Stella Li bestätigt Stellantis-Werks-Gespräche

BYD verhandelt mit Stellantis über Werksübernahmen, um die lokale Produktion in Europa zu beschleunigen. Gleichzeitig steigen die Auslieferungen in Australien stark an.

Felix Baarz ·
BYD Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Gespräche mit Stellantis über Werkskauf
  • Eigenständiger Betrieb angestrebt
  • Rekordlieferung nach Australien geplant
  • Aktie fällt trotz Expansionsplänen

BYD will in Europa nicht nur Autos verkaufen, sondern schneller selbst bauen. Dafür nimmt der chinesische Hersteller unterausgelastete Werke ins Visier und spricht direkt mit Stellantis. Der Schritt zeigt, wie ernst BYD den lokalen Produktionsaufbau nimmt. Er kommt allerdings in einer Phase, in der Absatzdaten und operative Themen auf die Stimmung drücken.

Kontrolle statt Gemeinschaftsmodell

Vizepräsidentin Stella Li bestätigte am 20. Mai 2026, dass BYD die Übernahme bestehender Produktionsstätten prüft. Der Vorteil liegt auf der Hand: Wer vorhandene Werke nutzt, spart Zeit beim Aufbau von Kapazitäten, Personal und Zulieferstrukturen.

Auffällig ist die gewählte Richtung. BYD will mögliche europäische Werke selbst betreiben und nicht über Gemeinschaftsunternehmen mit lokalen Partnern. Das passt zur Strategie, mehr Kontrolle über Kosten, Produktionstempo und Modellanläufe zu behalten.

Die Gespräche mit Stellantis laufen weiter. Parallel dazu schaut sich BYD auch andere Standorte in Europa an. Spekulationen über ein Interesse an Maserati haben bislang keine konkrete Grundlage in Form belastbarer Schritte.

Australien wird zum Logistiktest

Außerhalb Europas baut BYD seine Lieferketten sichtbar aus. Der Frachter „Zhengzhou“ ist auf dem Weg nach Australien und transportiert rund 4.810 Fahrzeuge. Die Ankunft in Melbourne wird um den 31. Mai 2026 erwartet.

Die Lieferung ist Teil eines deutlich größeren Plans. Für Mai und Juni peilt BYD insgesamt 30.000 Auslieferungen in Australien an. Im Gesamtjahr 2026 sollen es 90.000 Fahrzeuge werden.

Damit würde BYD in Volumenregionen vorstoßen, die bislang eher etablierten Marken wie Ford oder Mazda vorbehalten sind. Seit Jahresbeginn kommt der Konzern in Australien auf 25.000 Verkäufe, ein Plus von 111 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das ist stark. Es erhöht aber auch den Druck auf Logistik und Produktion.

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Wachstum trifft auf Reibung

In Europa läuft der Aufbau nicht ohne Nebengeräusche. In Ungarn ermittelt die Polizei wegen mutmaßlicher Umweltverstöße am Standort Szeged. Dort hatte die Testproduktion im Januar 2026 begonnen.

Auch auf Produktebene gibt es Engpässe. Die Tochter Fang Cheng Bao kämpft bei der Tai 3 Flash Charging Edition mit Lieferverzögerungen. Als Grund gelten Kapazitätsprobleme beim Übergang auf die zweite Generation der Blade-Batterie. BYD-Chef Wang Chuanfu rechnet damit, dass sich diese Engpässe bis Juni 2026 entspannen.

Aktie bleibt unter Druck

Die Börse reagierte verhalten. Die in Hongkong notierte Aktie fiel am Mittwoch um 3,14 Prozent auf 90,95 Hongkong-Dollar. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt das Minus bei etwa 38,6 Prozent.

Die jüngsten Absatzzahlen erklären einen Teil der Vorsicht. Im April verkaufte BYD 321.123 New Energy Vehicles. Das waren 6,96 Prozent mehr als im März, aber 15,51 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Seit Jahresbeginn summierten sich die NEV-Verkäufe auf 1.021.586 Einheiten. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang von 26,02 Prozent.

Damit steht BYD vor einer klaren Bewährungsprobe: Europa soll schneller lokal produzieren, Australien deutlich mehr Fahrzeuge aufnehmen, während die Kernzahlen noch schwächeln. Die nächsten konkreten Marker sind die Ankunft des Australien-Frachters Ende Mai und die erwartete Entspannung bei den Batteriekapazitäten im Juni.

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BYD Aktie

10,00 EUR

– 0,39 EUR -3,76 %
KGV 41,92
Sektor Zyklischer Konsum
Div.-Rendite 0,38 %
Marktkapitalisierung 856,10 Mrd. EUR
ISIN: CNE100000296 WKN: A0M4W9

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