BYD Aktie: Subventions-Aus in Südkorea ab heute

Südkorea streicht Kaufprämien für BYD-Elektroautos. Der Konzern setzt nun auf günstige Hybride und baut sein Ladenetz massiv aus.

Andreas Sommer ·
BYD Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Streichung der Kaufprämien in Südkorea
  • Aggressive Preise für Hybridmodelle
  • Rekord-Vorbestellungen für Great Tang
  • Massiver Ausbau der Ladeinfrastruktur

BYD verliert in Südkorea einen wichtigen Wettbewerbsvorteil. Ab heute streicht das Umweltministerium in Seoul die Kaufprämien für die reinen Elektroautos des chinesischen Konzerns. Die Folge: Während Konkurrenten wie Tesla und Hyundai weiter profitieren, geht BYD leer aus.

Zu wenig lokale Wertschöpfung

Die südkoreanische Regierung hat ihre Förderrichtlinien verschärft. Von den geprüften Autobauern behalten die meisten ihre Subventionen. BYD scheiterte als einziger großer Hersteller an den neuen Vorgaben. Der Konzern verfehlte die Mindestpunktzahl für die Einbindung in die lokale Lieferkette deutlich. Konkurrenten wie Tesla, BMW und Mercedes-Benz erfüllen die Kriterien weiterhin.

Parallel dazu ändert BYD seine Strategie auf dem südkoreanischen Markt. Der Konzern greift mit aggressiven Preisen bei Hybridfahrzeugen an. Das neue Modell Sealion 6 DM-i kostet dort umgerechnet nur die Hälfte des europäischen Verkaufspreises. Damit attackiert BYD direkt lokale Platzhirsche wie den Hyundai Tucson Hybrid.

Auch bei den elektrischen SUVs drückt der Autobauer aufs Tempo. Das Flaggschiff-Modell Great Tang verzeichnet bereits über 150.000 Vorbestellungen. Das Fahrzeug bietet eine Reichweite von bis zu 950 Kilometern. Ende 2026 soll das Modell auch nach Europa kommen.

Ausbau der Ladeinfrastruktur

Abseits der Fahrzeugverkäufe investiert BYD massiv in sein Ladenetzwerk. In China betreibt das Unternehmen mittlerweile mehr als 6.600 Schnellladestationen. Bis zum Jahresende sollen es 20.000 Anlagen sein. Die Technik lädt kompatible Batterien in rund neun Minuten fast vollständig auf.

Derweil treibt der Konzern die internationale Expansion voran. Außerhalb des Heimatmarktes plant BYD bis Ende 2026 rund 6.000 neue Ladesäulen. Die Hälfte davon entsteht in Europa. Erste Stationen in Deutschland und Großbritannien sind bereits am Netz. Ein neues Kamerasystem zur Erkennung von Objekten unter dem Auto ergänzt die technische Offensive.

Aktie stark überverkauft

An der Börse spiegelt sich die operative Dynamik derzeit nicht wider. Die BYD-Aktie schloss am Dienstag bei 8,15 Euro. Damit notiert das Papier nur knapp über seinem jüngsten Jahrestief. Auf Monatssicht steht ein Minus von rund 19 Prozent auf der Anzeigetafel.

Technische Indikatoren signalisieren mittlerweile eine extreme Übertreibung nach unten. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 19,2 Punkten. Das ist ein stark überverkauftes Niveau. Hält die Unterstützung im Bereich von 8,00 Euro, könnte eine technische Gegenbewegung starten.

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BYD Aktie

8,14 EUR

– 0,08 EUR -0,99 %
KGV 32,40
Sektor Zyklischer Konsum
Div.-Rendite 0,49 %
Marktkapitalisierung 664,64 Mrd. EUR
ISIN: CNE100000296 WKN: A0M4W9

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