BYD Aktie: Ti 7 startet in Usbekistan
September-Verkäufe legten zu, doch nach neun Monaten lag BYDs Gesamtabsatz weiterhin unter dem Vorjahreswert.
Kurz zusammengefasst
- Aktie gewinnt 4,1 Prozent
- September-Absatz steigt um 16,98 Prozent
- Neunmonatsabsatz bleibt 3,94 Prozent niedriger
- BYD plant vorerst keine US-Pkw-Verkäufe
Im Fahrwasser einer breiten Erholung chinesischer Automobilwerte legt die BYD-Aktie heute um 4,1 % zu. Das Papier klettert damit auf 8,64 Euro, nachdem es am Donnerstag noch bei 8,30 Euro aus dem Handel gegangen war.
Marktbeobachter führen den heutigen Aufschwung auf eine technische Gegenbewegung zurück: Zuvor hatten Kursverluste am Mittwoch und Donnerstag das Geschehen geprägt, da Sorgen vor einer schwächeren Hochsaison und die Unsicherheiten im Handel zwischen China und der Europäischen Union die Stimmung belastet hatten. Diese Belastungsfaktoren gelten nun vorerst als im Kurs eingepreist.
Analysten setzen auf Schlussspurt im vierten Quartal
Unterstützung erhält der Sektor zusätzlich von Analystenseite. Die Experten von BOCOM International verwiesen heute auf die sich verbessernden Verkaufszahlen bei Fahrzeugen mit neuen Antrieben im September. Für das vierte Quartal stellt das Analysehaus weitere Nachfrageimpulse in Aussicht, die vor allem von neuen Modellstarts und den traditionellen Verkaufsaktionen zum Jahresende getragen werden sollen.
Flankiert wird dieser Optimismus von einer dichten Taktung neuer Produktankündigungen des Konzerns. In China starteten heute die offiziellen Vorbestellungen für die zweite Generation des Modells Seagull, für das sechs Außenfarben präsentiert wurden, während konkrete Preise noch ausstehen. Zudem gewährte BYD gestern erstmals Einblicke in den Innenraum der dritten Generation des Tang SUV, dessen Verkaufsstart für das vierte Quartal vorgesehen ist.
Internationale Schritte zwischen Expansion und Hürden
Auch außerhalb des Heimatmarktes baut der Konzern seine Präsenz weiter um. Am Donnerstag erfolgte der Marktstart für den Fang Cheng Bao Tai 7 in Usbekistan, wo das Fahrzeug unter der Modellbezeichnung BYD Ti 7 vertrieben wird.
Gleichzeitig dämpft das Management überzogene Erwartungen an eine lückenlose globale Expansion. Executive Vice-President Stella Li bezeichnete die Geopolitik gestern als das größte Hindernis für den internationalen Kurs des Unternehmens und stellte klar, dass BYD vorerst keine Personenkraftwagen in den Vereinigten Staaten verkaufen wird.
Hinsichtlich des Gesamtabsatzes bleibt das Bild differenziert: Zwar stieg der Fahrzeugabsatz im September im Jahresvergleich um 16,98 % auf 463.561 Einheiten, wobei das Auslandsgeschäft mit Pkw und Pickups um 153,9 % auf 179.877 Fahrzeuge anzog. Auf Sicht der ersten neun Monate liegt der Gesamtabsatz mit 3.131.576 Fahrzeugen jedoch um 3,94 % unter dem Vorjahresniveau.
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