BYD Aktie: Verhandlungen über italienische Autowerke
Chinesische Autobauer drängen nach Europa, meist im Schlepptau lokaler Partner. BYD wählt einen anderen Weg. Der Konzern sucht gezielt nach stillgelegten Fabriken, um die Produktion auf dem Kontinent in Eigenregie hochzufahren. Im Fokus der Gespräche steht Italien.
Volle Kontrolle statt Joint Venture
Vizepräsidentin Stella Li bestätigte am Mittwoch auf einer Konferenz in London entsprechende Verhandlungen. Man spreche aktiv mit Stellantis und anderen Herstellern über die Übernahme ungenutzter Produktionsstätten. Das Ziel ist klar: BYD will die volle Kontrolle über seine europäischen Standorte.
Partnerschaften wie das Joint Venture zwischen Stellantis und Leapmotor lehnt das Management ab. Stattdessen sucht das Unternehmen nach Fabriken, die sich ohne geteilte Führungsstrukturen umrüsten lassen. Parallel dazu laufen bereits Testproduktionen in einem ungarischen Werk. Eine weitere Basis in der Türkei ist in Planung.
Neue Batterien, fallende Kurse
Abseits der Fabrikplanung meldet die Batterietochter FinDreams operative Fortschritte. Die Massenproduktion der zweiten Generation der sogenannten Blade-Batterie ist angelaufen. Diese soll sich laut Unternehmensangaben in fünf Minuten von zehn auf 70 Prozent aufladen lassen.
An der Börse verpufften die Nachrichten. Die BYD-Aktie gab am Mittwoch in Hongkong um 2,8 Prozent auf 97,05 Hongkong-Dollar nach. Analysten der Citigroup verweisen auf die Lagerbestände der chinesischen Händler. Diese verharrten Ende April bei rund 399.000 Fahrzeugen.
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Preisdruck im Heimatmarkt
Der Drang nach Europa hat handfeste finanzielle Gründe. Im Heimatmarkt tobt ein intensiver Preiskampf. Der Jahresbericht für 2025 zeigt zwar ein leichtes Umsatzplus auf knapp 804 Milliarden Yuan. Der Nettogewinn brach allerdings um rund 19 Prozent ein.
Die Bruttomarge rutschte auf ein Dreijahrestief von 18 Prozent ab. Derweil stiegen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung deutlich an. Der strukturelle Wandel in China beschleunigt sich rapide. Im April machten Fahrzeuge mit alternativen Antrieben erstmals über 60 Prozent der Neuzulassungen aus.
BYD dominiert diesen schrumpfenden Gesamtmarkt mit einem Marktanteil von gut 21 Prozent. Um das Wachstum abzusichern, verlagert das Management den Fokus nun massiv nach Übersee. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt der Konzern 1,5 Millionen Verkäufe außerhalb Chinas an. Den nächsten Schritt markiert Großbritannien: Dort rollt Ende des Jahres die Premiummarke Denza an den Start.
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