BYD Aktie: Wachstum verlangsamt sich auf 17 Prozent
BYD verkaufte im September 463.561 Fahrzeuge; stärkere Auslandslieferungen glichen die schwächere Nachfrage in China teilweise aus.
Kurz zusammengefasst
- BYD-Aktie verlor am Freitag 2,4 Prozent
- September-Verkäufe stiegen im Jahresvergleich um 17 Prozent
- Auslandslieferungen legten um 153,9 Prozent zu
- JPMorgan stufte BYD auf Neutral herab
Am Freitag gerieten die Papiere von BYD im Sog eines schwachen Gesamtmarkts und steigender Renditen von US-Staatsanleihen unter Druck. Der Kurs verlor 2,4 Prozent auf 8,39 Euro.
Der Hongkonger Leitindex Hang Seng gab zeitgleich um 2,6 Prozent nach, während auch Branchenkonkurrenten wie Li Auto und XPeng Kursverluste verbuchten. Medienberichten zufolge trübten zudem Signale für eine abflauende Nachfrage in Chinas automobiler Hauptsaison die Stimmung der Marktteilnehmer ein.
Wachstumsabkühlung im chinesischen Heimatmarkt
Dow Jones berichtete, dass sich das Absatzwachstum der chinesischen Hersteller von Elektrofahrzeugen im September abschwächte. Bei BYD verlangsamte sich das Verkaufsplus auf 17 Prozent im Jahresvergleich, nachdem im August noch ein Zuwachs von 18 Prozent verzeichnet worden war. Insgesamt meldete das Unternehmen für den September 463.561 Fahrzeugverkäufe.
Laut Reuters fing vor allem das Auslandsgeschäft die Schwäche im Inland teilweise auf: Die Verschiffungen von Pkw und Pickups außerhalb Chinas stiegen um 153,9 Prozent auf 179.877 Einheiten. Die Nachfrage auf dem heimischen Markt blieb dagegen verhalten, was die Gesamtdynamik des Konzerns bremste.
JPMorgan senkt Daumen für chinesische Autobauer
Bereits am 29. September reagierte JPMorgan auf die veränderten Vorzeichen im Sektor. Die Analysten senkten ihre Einstufung für BYD von „Overweight“ auf „Neutral“ und kappten das Kursziel von 124 auf 88 Hongkong-Dollar.
Die Experten begründeten diesen Schritt mit der flauen Binnennachfrage, steigendem Kostendruck bei Vorprodukten sowie politischen Unwägbarkeiten und Handelsmaßnahmen, welche die internationale Expansion der chinesischen Autobauer erschweren. JPMorgan passte in diesem Zug nicht nur die Einschätzung für BYD an, sondern stufte auch die Konkurrenten XPeng, Geely und Leapmotor ab.
Zurückhaltung an den Handelsplätzen
Die Mischung aus verhaltener Inlandsnachfrage und regulatorischen Hürden auf den Exportmärkten sorgt bei Investoren für anhaltende Skepsis. Zwar belegen die Absatzzahlen außerhalb Chinas weiterhin Zuwächse, doch das makroökonomische Umfeld mit gestiegenen Anleiherenditen dämpft die Risikobereitschaft spürbar.
Dies schlägt sich auch in der mittelfristigen Kursentwicklung nieder. Im Verlauf der vergangenen 30 Tage büßte die Aktie von BYD 12 Prozent an Wert ein.
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