BYD Aktie: Yangwang-Präsentation im Ausland geplant
BYD will Yangwang international vorstellen, prüft einen weiteren europäischen Produktionsstandort und rief in China 183.211 Fahrzeuge zurück.

Kurz zusammengefasst
- Yangwang-Auslandspräsentation wird vorbereitet
- Spanien und Frankreich als Standortoptionen
- Formula-S-Auslieferungen seit 28. September
- 183.211 Qin- und Tang-Fahrzeuge zurückgerufen
Der chinesische Elektrofahrzeughersteller BYD treibt seine globale Mehrmarkenstrategie voran. Auf einer Aktionärsversammlung am Dienstag kündigte das Unternehmen an, für seine Luxusmarke Yangwang eine offizielle Präsentationsveranstaltung im Ausland vorzubereiten.
Während der Konzern den genauen Zeitpunkt und den Veranstaltungsort noch offenließ, unterstreicht der Vorstoß den Anspruch, neben dem Massenmarkt künftig auch im margenstarken Premiumsegment außerhalb Chinas Fuß zu fassen.
An der Börse notiert die Aktie heute mit einem leichten Plus von 0,9 Prozent bei 8,55 Euro, liegt seit Jahresanfang jedoch mit 20 Prozent im Minus.
Modelloffensive im Heimatmarkt und Luxusambitionen
Medienberichten zufolge soll die Marke Yangwang nun gezielt internationalen Kunden präsentiert werden. Bislang konzentrierte sich das Angebot dieser Hochpreissparte weitgehend auf den Heimatmarkt.
Parallel dazu starteten am 28. September die Auslieferungen der neuen Serie Formula S unter der Marke Fang Cheng Bao. Für diese Baureihe peilt das Unternehmen laut Medienberichten monatliche Verkäufe von 15.000 Einheiten an. Zugleich bereitet BYD längerfristige Technologiesprünge vor: Das Unternehmen beabsichtigt, sein erstes Elektrofahrzeug mit Festkörperbatterie im Jahr 2027 auf den Markt zu bringen.
Expansionspläne in Europa nehmen Form an
Neben der Erweiterung des Modellportfolios treibt der Konzern den Aufbau lokaler Fertigungskapazitäten in Übersee voran. Wie Alfredo Altavilla, europäischer Berater von BYD, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte, prüft das Unternehmen für seinen nächsten europäischen Standort die Übernahme und Modernisierung einer bestehenden Fabrik.
Zu den führenden Optionen zählten dabei Spanien und Frankreich. Eine Entscheidung über diesen zweiten europäischen Fertigungsstandort soll bis zum Jahresende fallen.
Nach Einschätzung von Altavilla wird BYD langfristig drei Fahrzeugmontagewerke sowie eine Batteriefabrik in Europa benötigen, um den Markt effizient zu bedienen.
Kapazitätsaufbau und Qualitätsmanagement in China
Im Inland skaliert der Konzern derweil die Produktion weiter hoch. Am Fertigungsstandort in Xi’an rekrutierte das Unternehmen laut Medienberichten, die sich auf chinesische Berichte stützen, zuletzt mehr als 8.000 neue Mitarbeiter über verschiedene Werke und Geschäftsbereiche hinweg.
Dass das rasante Wachstum auch operative Risiken birgt, zeigte sich Mitte des Monats: Am 18. September rief BYD in China 183.211 Fahrzeuge der Modellreihen Qin und Tang zurück. Grund war ein Defekt am Anschlagpuffer des Bremspedals. Das Unternehmen tauscht das betroffene Bauteil über Vertragshändler kostenlos aus.
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