BYD Aktie: Zertifizierung nach GB 47955-2026
BYD präsentiert den Da Han mit bis zu 1.008 km Reichweite, erhält eine L2-Zertifizierung und arbeitet mit deutschen Herstellern an gemeinsamen Standards.

Kurz zusammengefasst
- Da Han mit 1.008 km Reichweite
- L2-Zertifizierung nach neuem Standard
- Arbeitsgruppe mit deutschen Herstellern
- Aktie erholt sich um 19,63 Prozent
BYD hat innerhalb weniger Tage mehrere technische und regulatorische Fortschritte vermeldet. Der chinesische Autobauer stellte die Technikdaten seines neuen Flaggschiff-Sedans Da Han vor, erhielt eine neue Fahrassistenz-Zertifizierung und rückt zugleich näher an eine gemeinsame Standardisierung mit deutschen Herstellern. Die Nachrichten fallen in eine Phase, in der der chinesische Automarkt insgesamt unter Druck steht.
Der Da Han soll neue Maßstäbe setzen
Der Da Han, vorgestellt von Lu Tian, dem Vertriebschef der BYD-Dynasty-Reihe, misst 5.256 Millimeter in der Länge und tritt in Allrad-Version mit einem Sprint von 0 auf 100 km/h in 3,8 Sekunden an. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 270 km/h. Bei der rein elektrischen Reichweite gibt BYD nach chinesischem CLTC-Zyklus bis zu 1.008 Kilometer an – die Variante mit Hinterradantrieb und LiDAR-Sensorik erreicht diesen Wert, während die Allrad-Version mit LiDAR auf 800 Kilometer kommt. Angetrieben wird der Wagen von der zweiten Generation der Blade-Batterie, ergänzt durch die Fahrassistenzsysteme God’s Eye B und God’s Eye 5.0. Sowohl Plug-in-Hybrid- als auch reine Elektrovarianten sind geplant.
Die Blade-Batterie hatte BYD bereits auf der Beijing Auto Show im April einem breiten Publikum präsentiert, wie die Nachrichtenagentur Associated Press berichtete. Dort demonstrierte der Konzern eine Schnellladefunktion, die die Batterie in neun Minuten auflädt – ein Wert, den unter anderem CATL mit seiner Shenxing-Batterie zu unterbieten versuchte.
Neue Zertifizierung und Annäherung an Deutschland
Auf regulatorischer Seite meldete der Brancheninformationsdienst Gasgoo, dass BYD zu den ersten Unternehmen gehört, die nach dem neuen chinesischen L2-Standard GB 47955-2026 zertifiziert wurden. Der Standard für Fahrerassistenzsysteme tritt zum 1. Januar 2027 in Kraft, BYD positioniert sich damit frühzeitig regelkonform.
Parallel dazu wollen China und Deutschland ihre Standards für intelligente Fahrzeuge stärker aufeinander abstimmen. Wie die South China Morning Post berichtete, nimmt BYD gemeinsam mit Geely, SAIC, Xpeng, Xiaomi sowie Mercedes-Benz, BMW, VW und Porsche an einer neuen Arbeitsgruppe teil, die sich 2026 in Peking konstituiert. Themen sind unter anderem autonomes Fahren, Sicherheitsrichtlinien und der grenzüberschreitende Datenfluss. Diese Initiative fällt zusammen mit der heutigen Meldung, dass das chinesische Unternehmen Momenta als erstes chinesisches Unternehmen eine bundesweite Genehmigung für L4-Tests auf deutschen Straßen erhalten hat – ein Signal für die zunehmende technische Verzahnung beider Automärkte trotz der angespannten Handelslage.
Konzernchef sieht Erholung nach schwachem Jahresstart
BYD-Konzernchef Wang Chuanfu ordnete die jüngste Marktschwäche auf der Hauptversammlung des Unternehmens ein. Die im Januar 2026 halbierte Kaufsteuer auf Neuenergiefahrzeuge habe Nachfrage vorgezogen, was die Marktdurchdringung zu Jahresbeginn habe zurückgehen lassen. Seit März laufe jedoch die Produktion der zweiten Blade-Batteriegeneration hoch, monatlich rechne BYD mit einem Absatzplus von 20.000 bis 30.000 Fahrzeugen. Für das laufende Jahr strebt der Konzern einen Auslandsabsatz von mehr als 1,5 Millionen Fahrzeugen an, mittelfristig soll die Kombination aus zweiter Blade-Generation und Schnellladetechnik BYD bis 2030 zur weltweit führenden Größenordnung verhelfen.
Der breite chinesische Automarkt bleibt dabei schwierig: In den ersten 26 Julitagen fielen die Pkw-Einzelhandelsverkäufe um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Durchdringung mit Neuenergiefahrzeugen bei 65,7 Prozent lag.
Kursreaktion an der Börse
Die BYD-Aktie hat diese Entwicklungen zuletzt mit einer spürbaren Erholung begleitet: In den vergangenen 30 Tagen legte das Papier um 19,63 Prozent zu. Aktuell notiert die Aktie bei 10,38 Euro und bleibt damit weiterhin 21,59 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom 26. August 2025. Anleger honorieren offenbar die technologische Offensive und die regulatorischen Fortschritte, auch wenn der Rückstand zum Jahreshoch die schwierige Marktphase der vergangenen Monate widerspiegelt.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 31. Juli liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...