BYD Aktie: Zwei Fronten, ein Tag
Der chinesische Autobauer BYD sieht sich mit Kritik an seinem Fahrerassistenzsystem God's Eye und einem erwarteten Umsatz- und Gewinneinbruch im vierten Quartal 2025 konfrontiert.

Kurz zusammengefasst
- Sicherheitsvorfälle mit Assistenzsystem God's Eye
- Erwarteter Umsatz- und Gewinnrückgang im Q4 2025
- Starker Absatzeinbruch im chinesischen Heimatmarkt
- Internationalisierung als strategischer Fokus für 2026
Ausgerechnet am Tag der Jahresergebnisse 2025 gerät BYD unter doppelten Druck: Das Fahrerassistenzsystem „God’s Eye“ sorgt in China für wachsende Sicherheitsbedenken — und die Quartalszahlen versprechen wenig Entlastung.
Wenn das Flaggschiff-Feature zur Last wird
Die Beschwerden über God’s Eye häufen sich auf der chinesischen Plattform Xiaohongshu. Nutzer berichten von unkontrollierter Beschleunigung, plötzlichen Lenkbewegungen und Navigationsausfällen im Alltagsbetrieb. Besonders brisant: Ein chinesischer Unternehmer, der 1,1 Millionen Yuan (rund 160.000 US-Dollar) für einen Yangwang U8 bezahlte, schildert, wie das Fahrzeug in einer klaren Nachmittagssituation auf 93 km/h beschleunigte — bei erlaubten 60 km/h — und auf einen Mittelstreifen ausscherte. Bei einem anderen Vorfall soll das Fahrzeug unvermittelt auf die Gegenspur gelenkt haben.
Das Problem beschränkt sich nicht auf das Premiumsegment. Bloomberg berichtet von Lenk- und Navigationsproblemen auch in günstigeren Modellen. BYD hat God’s Eye in drei Ausbaustufen — von Kamera-Radar-Kombination bis zum vollständigen Sensor-Array — als Serienausstattung in über 2,5 Millionen Fahrzeuge integriert. Software-Updates sollen in den kommenden Monaten folgen.
Zahlen unter ungünstigem Vorzeichen
Analysten erwarten für das vierte Quartal 2025 einen Umsatz von 245,52 Milliarden CNY — ein Rückgang von rund 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Beim Gewinn je Aktie wird mit 1,22 CNY gerechnet, was einem Einbruch von knapp 30 Prozent entspricht.
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Im Fokus stehen die Margen. Investoren wollen wissen, ob die internationalen Erlöse und die Kostenvorteile durch die hauseigene Batterietechnologie die Ausgaben für neue Werke in Ungarn, Brasilien und Thailand sowie den anhaltenden Preisdruck im chinesischen Heimatmarkt ausgleichen können. Am 27. März entscheidet der Aufsichtsrat zudem über eine mögliche Abschlussdividende.
Heimatmarkt unter Druck
Die Sicherheitsdebatte trifft BYD in einer ohnehin schwachen Phase. In den ersten beiden Monaten des Jahres brachen die Verkäufe in China um 36 Prozent ein. Geely übernahm zwischenzeitlich die Marktführerschaft. Zusätzlich belastet die Wiedereinführung der fünfprozentigen Kaufsteuer auf Elektrofahrzeuge zum Jahreswechsel: Viele Käufer hatten ihre Kaufentscheidung vorgezogen, was zum Jahresstart eine spürbare Nachfragelücke hinterließ.
Für 2026 hat BYD ein klares Ziel ausgegeben: 1,3 Millionen Fahrzeuge sollen außerhalb Chinas verkauft werden. Die Internationalisierung gewinnt damit strategisch an Gewicht — gerade weil das Inlandsgeschäft gerade von mehreren Seiten unter Druck steht.
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