BYD: Brasilien-Führung mit 14.911 Fahrzeugen
Trotz massiver Gewinneinbußen im Heimatmarkt erzielt BYD mit Rekordexporten weltweit historische Verkaufserfolge.

Kurz zusammengefasst
- Nettogewinn in China um 55% gesunken
- Exporte steigen im April auf Rekordwert
- Marktführerschaft in Großbritannien erobert
- Neue Modelle und Ladeinfrastruktur geplant
In China bricht der Gewinn massiv ein. Im Rest der Welt feiert BYD historische Verkaufserfolge. Bei dem Autobauer klaffen Heimatmarkt und globales Geschäft derzeit extrem weit auseinander.
Der Jahresstart verlief auf dem Heimatmarkt enttäuschend. Im ersten Quartal 2026 fiel der Nettogewinn um gut 55 Prozent auf rund vier Milliarden Yuan. Das ist der stärkste Rückgang seit der Pandemie.
Ein Grund dafür ist die gekürzte staatliche Förderung. Peking halbierte den Steuererlass für Elektroautos drastisch. Viele Käufer zogen ihre Bestellungen deshalb ins Vorjahr vor. Im April sanken die Verkäufe in China um 26 Prozent.
Historischer Durchbruch in Brasilien
Den Ausgleich schafft das internationale Geschäft. Die Exporte stiegen im April um 70 Prozent auf über 135.000 Fahrzeuge. Das ist ein neuer Rekordwert.
Besonders deutlich zeigt sich diese Dynamik in Südamerika. BYD verdrängte in Brasilien erstmals Volkswagen von der Spitze der gesamten Neuzulassungen. Dieser Erfolg ist bemerkenswert. VW baut dort seit den Fünfzigerjahren Autos. BYD startete erst 2021 mit Pkw-Verkäufen. Parallel dazu überholte die Hybrid-Limousine King den Toyota Corolla als meistverkauftes Stufenheckmodell des Landes.
Marktführerschaft in Großbritannien
Ähnlich rasant verläuft die Expansion in Europa. BYD ist im laufenden Jahr die meistverkaufte Elektroauto-Marke in Großbritannien. Mit knapp 13.000 ausgelieferten Stromern ließ der Konzern etablierte Rivalen wie Tesla oder BMW hinter sich. Der Marktanteil im Segment der elektrifizierten Fahrzeuge stieg auf fast zehn Prozent.
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Auch in Australien verschieben sich die Marktanteile. Der neue BYD Sealion 7 war im April das gefragteste Elektroauto auf dem Kontinent. Damit schlug ein einziges neues Modell den bisherigen Platzhirsch Tesla Model Y.
Neue Modelle und Ladeinfrastruktur
Um dieses Tempo zu halten, baut das Unternehmen massiv aus. Das Ziel: Mehr als 1,5 Millionen exportierte Fahrzeuge im Gesamtjahr. Dafür investiert BYD auch in die Infrastruktur. In Australien baut die Premiummarke Denza ab Oktober eigene Schnellladeparks auf.
Im gleichen Schritt attackiert der Konzern das margenstarke Premiumsegment. Der neue Groß-SUV Datang sammelte am ersten Messetag über 30.000 Vorbestellungen ein. Das Modell startet bei 250.000 Yuan und soll die Profitabilität im harten Preiskampf sichern.
Analysten werten den schwachen Jahresauftakt als Tiefpunkt. JPMorgan hob das Kursziel für die Aktie auf 120 Hongkong-Dollar an. Die Experten erwarten ab dem zweiten Quartal wieder anziehende Verkäufe. Citigroup verweist ergänzend auf eine verbesserte Bruttomarge.
Solange der Gegenwind in China anhält, bleibt der Export der entscheidende Wachstumstreiber. Bis Ende April verschiffte BYD bereits über 450.000 Fahrzeuge ins Ausland.
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