BYD: Exporte auf Rekord, Heimatmarkt im achten Monat im Minus
BYD erzielt Rekordexporte, leidet aber unter sinkenden Verkaufszahlen in China. Wettbewerber gewinnen Marktanteile, während der Margendruck steigt.

Kurz zusammengefasst
- Rekordexporte im April
- Acht Monate sinkende Inlandsverkäufe
- Nettogewinn bricht um 55 Prozent ein
- Neue Modelle und Ladetechnik als Antwort
Rekordexporte auf der einen Seite, acht Monate in Folge sinkende Inlandsverkäufe auf der anderen — BYD steckt in einem tiefen Widerspruch. Während das Unternehmen im Ausland schneller wächst als je zuvor, bröckelt die Heimatbasis weiter.
Im April lieferte BYD rund 314.100 Elektro- und Hybridfahrzeuge in China aus — ein Rückgang von 15,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sequenziell gab es immerhin ein Plus von gut sechs Prozent gegenüber März. Für die ersten vier Monate des Jahres summieren sich die Inlandsverkäufe auf knapp über eine Million Einheiten, rund 26 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Rivalen nutzen die Schwäche
Während BYD zu Hause verliert, legen Wettbewerber zu. Leapmotor meldete im April mit 71.387 Auslieferungen einen neuen Monatsrekord — ein Plus von fast 74 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zeekr erzielte ebenfalls Allzeithochs. Der Druck ist strukturell: Konkurrenten wie Xiaomi und Geely zwingen BYD zu immer neuen Preissenkungen, die im März einen Zweijahreshöchststand erreichten. Das Ergebnis sind vier Quartale in Folge mit sinkenden Gewinnen.
Im ersten Quartal brach der Nettogewinn um 55 Prozent auf umgerechnet rund 600 Millionen Dollar ein — der stärkste Rückgang seit 2026. Höhere Hardwarekosten in der Lieferkette und das Auslaufen staatlicher Förderungen verschärfen den Margendruck zusätzlich.
Exportrekord als Gegengewicht
Das Auslandsgeschäft liefert den einzigen klaren Lichtblick. Im April exportierte BYD 135.098 Fahrzeuge — ein Allzeithoch und ein Anstieg von mehr als 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Exporte machten damit rund 43 Prozent des Gesamtabsatzes aus. Zwischen Januar und April verkaufte BYD knapp 456.000 Fahrzeuge im Ausland, fast 60 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
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Europa entwickelt sich zum wichtigsten Wachstumsmarkt. Die Neuzulassungen in EU, EFTA und Großbritannien stiegen im ersten Quartal um mehr als 155 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im April soll BYD laut einem Bloomberg-Bericht sogar eine Mitgliedschaft im europäischen Automobilverband ACEA angestrebt haben.
Technologie als Verteidigungslinie
BYD setzt auf neue Modelle und Ladetechnologie, um Marktanteile zu verteidigen. Mehr als zehn Fahrzeuge mit Ultrakurzladetechnik und der zweiten Generation der Blade-Batterie sind bereits auf dem Markt. Auf der Automesse in Peking debütierte der neue Great Tang, ein Siebensitzer-SUV ab 250.000 Yuan, der am ersten Verkaufstag über 30.000 Vorbestellungen sammelte.
Ob das reicht, bezweifeln Analysten. Eugene Hsiao von Macquarie Capital formuliert es klar: BYD brauche im zweiten Quartal eine sequenzielle Erholung der Inlandsverkäufe und im dritten Quartal eine nachhaltige Marktanteilsrückgewinnung, um die Gesamtprofitabilität zu verbessern. Das Exportwachstum allein kann den Heimmarkt-Einbruch bislang nicht ausgleichen — und die Margen stehen weiter unter Druck.
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