BYD: Umsatz sinkt 21,12% im ersten Quartal
Analysten prognostizieren für BYD im ersten Quartal 2026 einen deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang. Der Preiskampf in China belastet, während das Auslandsgeschäft wächst.

Kurz zusammengefasst
- Umsatzminus von rund 21 Prozent erwartet
- Gewinn je Aktie soll um 47 Prozent fallen
- Inlandsverkäufe sieben Monate rückläufig
- Rekordabsatz in Großbritannien erzielt
Rekorderlöse im Gesamtjahr, aber sinkende Gewinne und ein anhaltender Preiskampf im Heimatmarkt — BYD liefert heute seine Zahlen für das erste Quartal 2026. Der Vorstand trifft sich dazu am Dienstag in Shenzhen.
Analysten erwarten den dritten Rückgang in Folge
Die Erwartungen sind gedämpft. Analysten rechnen mit einem Umsatz von 134,4 Milliarden Yuan — ein Minus von rund 21 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Beim Gewinn je Aktie droht sogar ein Einbruch von fast 47 Prozent auf 0,55 Yuan.
Der Kontext macht die Zahlen noch schwerer verdaulich. BYD hatte für das Gesamtjahr 2025 bereits einen Gewinnrückgang von 19 Prozent gemeldet — der erste Jahresrückgang seit 2021. Der Jahresumsatz erreichte mit 804 Milliarden Yuan zwar einen Rekord und übertraf damit Tesla. Profitabel zu wachsen ist in Chinas Elektroautomarkt aber zunehmend schwierig.
Heimatmarkt unter Druck, Ausland im Aufwind
Sieben Monate in Folge sind die Inlandsverkäufe gesunken. Im ersten Quartal 2026 verkaufte BYD rund 700.000 Fahrzeuge im Inland. Im März hielt das Unternehmen einen Marktanteil von 22,8 Prozent bei Elektro- und Hybridfahrzeugen — trotzdem fressen Preissenkungen die Margen auf. Nomura hat seine Umsatzprognose für 2026 um neun Prozent gekürzt und begründet das mit dem verschärften Preiswettbewerb.
International läuft es besser. In Großbritannien erzielte BYD im ersten Quartal einen Rekordabsatz von über 21.000 Fahrzeugen. Allein im März entfielen mehr als 15.000 Zulassungen auf die Marke — das entspricht einem Marktanteil von knapp vier Prozent. Das Unternehmen hat sein Ziel für Auslandsverkäufe 2026 auf 1,5 Millionen Einheiten angehoben. Ungewöhnlich für einen chinesischen Hersteller: BYD hat einen Antrag gestellt, dem europäischen Automobilverband ACEA beizutreten.
Produktoffensive und Analystenmeinungen
Auf der Automesse in Peking präsentierte BYD diese Woche das überarbeitete Seagull-Modell mit einer Reichweite von bis zu 505 Kilometern — 100 Kilometer mehr als bisher. Optional ist nun ein LiDAR-System erhältlich, das BYDs Fahrassistenz „God’s Eye B“ ermöglicht.
Die Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch. Alle großen Brokerhäuser tragen Kaufempfehlungen für die Hongkonger BYD-Aktie. Die Kursziele reichen von 105 bis 174 Hongkong-Dollar. Daiwa hat sein Ziel zuletzt leicht gesenkt, hält aber an der Kaufempfehlung fest — mit Verweis auf schwächere Inlandsvolumina im ersten Quartal.
Die Aktie schloss am Montag bei 106,00 Hongkong-Dollar, ein Tagesplus von 4,74 Prozent. Seit ihrem Hoch im vergangenen Mai hat sie allerdings rund 25 Prozent verloren.
Entscheidend wird heute sein, ob der Umsatzrückgang die Analystenprognosen trifft oder übertrifft — und ob das Management beim Thema Auslandsexpansion und Margenentwicklung einen überzeugenden Ausblick für den Rest des Jahres liefert.
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