BYD: Yangwang U9 für 20 Millionen Yuan ausverkauft
BYD verkauft Luxus-Sportwagen für Millionen, erhöht aber Preise für Assistenzsysteme. Gewinn bricht ein, Schulden steigen.

Kurz zusammengefasst
- Limitierter Supercar für 2,76 Mio. Dollar ausverkauft
- Preiserhöhung für Fahrassistenzsystem God's Eye B
- Quartalsgewinn um 55 Prozent eingebrochen
- Kurzfristige Verbindlichkeiten auf Rekordniveau
BYD liefert auf der Auto China in Peking extreme Gegensätze. Der chinesische Elektroauto-Riese feiert den Ausverkauf eines millionenschweren Luxus-Sportwagens. Parallel dazu zwingen explodierende Chipkosten den Konzern zu einer unpopulären Maßnahme. BYD erhöht die Preise für sein wichtigstes Fahrassistenzsystem.
Luxus-Erfolg in Peking
Der Yangwang U9 Xtreme bricht alle internen Rekorde. BYD verkaufte das auf 30 Stück limitierte Modell für jeweils über 20 Millionen Yuan. Das entspricht rund 2,76 Millionen US-Dollar. Laut Manager Li Yunfei war es die teuerste Transaktion der gesamten Messe. Die komplette Produktionsreihe ist bereits vergriffen.
Der vollelektrische Sportwagen liefert extreme Leistungswerte. Die Motoren erzeugen zusammen fast 3.000 PS. Im September 2025 brach das Auto einen Rekord auf dem Nürburgring. Es blieb als erstes reines Elektro-Serienauto unter der Marke von sieben Minuten. Diese Nische bringt BYD enorme Margen pro Fahrzeug.
Teure Chips treiben Assistenz-Preise
Im Massenmarkt sieht die Realität anders aus. BYD hebt ab dem 1. Mai die Preise für sein Fahrassistenzsystem „God’s Eye B“ an. Kunden zahlen künftig 12.000 statt 9.900 Yuan. Der Grund liegt in den globalen Lieferketten. Die Kosten für Speicherchips steigen rasant.
Das System ermöglicht komplexe Navigation in Städten. Dafür benötigt die Software extrem leistungsstarke Hardware. Laut TrendForce verdoppelten sich die Preise für DRAM-Speicher zum Jahresstart nahezu. Für das laufende Quartal erwarten Experten einen weiteren Preissprung von rund 60 Prozent.
Trotz der Erhöhung bleibt BYD wettbewerbsfähig. Tesla verlangt für sein Assistenzsystem in China ein Vielfaches. Der US-Konzern ruft umgerechnet knapp 8.900 US-Dollar auf. BYD profitiert indes von seiner enormen Größe. Ende März fuhren bereits über 2,85 Millionen Autos mit dem System.
Gewinneinbruch und Schuldenberg
Hinter den Kulissen wächst der finanzielle Druck. Der harte Preiskampf mit Konkurrenten wie Xiaomi und Geely hinterlässt tiefe Spuren. Der Quartalsgewinn brach um 55 Prozent ein. Er fiel auf den tiefsten Stand seit über drei Jahren. Die Marge pro Fahrzeug schrumpft kontinuierlich.
Die Folge: BYD nimmt massiv neues Geld auf. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sprangen im ersten Quartal um 72 Prozent nach oben. Sie erreichten einen Rekordwert von 66,3 Milliarden Yuan. Währungsverluste trieben die Finanzierungskosten zusätzlich in die Höhe.
BYD steht im zweiten Quartal vor einer doppelten Herausforderung. Der Konzern muss seine schwindenden Margen im brutalen chinesischen Preiskampf verteidigen. Indes versucht das Management, die Marke im absoluten Luxussegment zu etablieren. Der Ausverkauf des Supercars liefert dafür einen ersten Baustein.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 30. April liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...