Cameco: $80-Milliarden-Deal mit Westinghouse
Der Uranproduzent Cameco sichert sich durch eine Beteiligung an Westinghouse und einen milliardenschweren Regierungsdeal starke Wachstumsimpulse. Die Aktie erreichte nach der Ankündigung ein Mehrjahreshoch.

Kurz zusammengefasst
- 49-Prozent-Anteil am Reaktorbetreiber Westinghouse
- Regierungsdeal für Reaktorneubauten über 80 Milliarden Dollar
- Starke operative Zahlen mit Umsatz- und Gewinnwachstum
- Hohe langfristige Uranlieferverpflichtungen gesichert
Während spekulative Reaktorstart-ups die Fantasie der Märkte beflügeln, hat Cameco ein handfestes Argument: einen 49-Prozent-Anteil an Westinghouse und einen milliardenschweren Regierungsdeal im Rücken. Ein aktueller Vergleich mit dem Mikroreaktor-Entwickler Oklo zeigt, wie unterschiedlich der Markt etablierte Uranproduzenten und frühphasige Herausforderer bewertet.
Westinghouse als Anker
Der Kern der Investmentstory ist die Westinghouse-Beteiligung. Das Unternehmen versorgt und wartet rund die Hälfte aller Kernkraftwerke weltweit. Cameco und Mitgesellschafter Brookfield Renewable Partners haben mit der US-Regierung eine verbindliche Partnerschaft geschlossen. Der Deal sieht Reaktorneubauten im Wert von mindestens 80 Milliarden Dollar vor — finanziert und genehmigt mit staatlicher Unterstützung, im Gegenzug erhält Washington einen Anteil an Westinghouses künftigem Cashflow.
Die Reaktion der Märkte war eindeutig: Camecos Aktie sprang nach der Bekanntgabe um mehr als 20 Prozent auf ein Mehrjahreshoch.
Rückenwind aus Washington
Die Energiepolitik stützt den Sektor zusätzlich. US-Energieminister Chris Wright erklärte kürzlich, die ersten fünf bis zehn neuen Reaktoren in den USA seien „nahezu sicher“ für Darlehen des Energieministeriums vorgesehen. Microsoft, Amazon, Alphabet und Meta haben bereits Verträge mit Kernkraftbetreibern geschlossen, um ihren wachsenden Strombedarf für KI-Rechenzentren zu decken.
Oklo, der direkte Vergleichskandidat in der Analyse, steht dagegen noch vor der Umsatzphase. Das Unternehmen plant in diesem Jahr Ausgaben zwischen 350 und 450 Millionen Dollar für Bau und Genehmigungsverfahren.
Uranmarkt und Finanzzahlen
Der Rohstoffmarkt spielt Cameco in die Hände. Der langfristige Uranpreisindikator von TradeTech lag Ende März 2026 bei 93 Dollar je Pfund. Lieferengpässe aus Kasachstan könnten das Angebot weiter verknappen — ein Vorteil für Produzenten mit zuverlässigen Kapazitäten.
Camecos Zahlen für 2025 unterstreichen die operative Stärke: Der Umsatz wuchs um 11 Prozent, der bereinigte Gewinn stieg um 38 Prozent. Für 2026 erwartet das Unternehmen Uranlieferungen von 29 bis 32 Millionen Pfund. Der Umsatz aus dem Uransegment soll zwischen 2,54 und 2,73 Milliarden kanadischen Dollar liegen.
Langfristig hat Cameco Lieferverpflichtungen von rund 230 Millionen Pfund — das entspricht durchschnittlich etwa 28 Millionen Pfund jährlich über die nächsten fünf Jahre. Die Minen Cigar Lake, McArthur River und Key Lake sollen schrittweise auf ihre volle Kapazität hochgefahren werden.
Am 7. Mai folgen die Hauptversammlung und die Quartalszahlen für Q1 2026. Dann zeigt sich, wie viel von den Sektorrückenwinden bereits in den Büchern angekommen ist.
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