Cameco Aktie: Indien-Vertrag sichert Uranabsatz bis 2035
Cameco profitiert vom Interesse an Reaktortechnik und hat mit Indien Uranlieferungen bis 2035 vereinbart.

Kurz zusammengefasst
- Aktie legt heute 7,2 Prozent zu
- Cameco hält 49 Prozent an Westinghouse
- Neunjähriger Uranliefervertrag mit Indien unterzeichnet
- Paducah-Anlage soll 2030 starten
Die Aktie von Cameco verzeichnet heute einen Zuwachs von 7,2 Prozent und notiert bei 83,56 Euro. Am gestrigen Montag hatte das Papier den Handel noch bei 77,96 Euro beendet. Zu der heutigen Bewegung liegt keine neue Unternehmensmitteilung vor, doch das Umfeld für Kernkraft- und Urankonzerne bleibt von weitreichenden industriepolitischen Weichenstellungen geprägt.
Rahmenvereinbarung stützt Westinghouse-Technologie
Am 30. September verständigten sich die USA und die Republik Korea auf einen gemeinsamen Rahmen. Dieser stellt südkoreanische Investitionen von 120 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Die Mittel sollen den Ausbau der Westinghouse-Reaktortechnologie in den Vereinigten Staaten finanzieren. Cameco hält eine Beteiligung von 49 Prozent an Westinghouse und besitzt dadurch einen direkten Bezug zu dem Vorhaben.
Das Unternehmen bestätigte die Initiative als relevanten Sektorkontext für seine Beteiligung. Zugleich stellte Cameco klar, dass die staatliche Absichtserklärung keine eigene Liefer- oder Investitionsverpflichtung begründet. Gleichwohl unterstreicht der Beschluss das anhaltende Interesse an westlichen Reaktortechnologien.
Abkommen mit Indien sichert langfristigen Absatz
Auf der Rohstoffseite stärkte der Konzern seine internationale Marktposition bereits im Frühjahr. Am 2. März unterzeichnete Cameco ein neunjähriges Uranlieferabkommen mit Indien. Der Vertrag umfasst fast 22 Millionen Pfund Urankonzentrat.
Das geschätzte Gesamtvolumen der Vereinbarung beläuft sich auf rund 2,6 Milliarden CA$. Die vertraglichen Lieferungen sollen im Jahr 2027 anlaufen und bis ins Jahr 2035 reichen. Damit sicherte sich das Unternehmen einen planbaren Absatz über ein langes Zeitfenster.
Ausbau der Position in der Anreicherung
Über den Erzabbau und die Reaktorsparte hinaus erweiterte der Konzern seine Veredelungskapazitäten. Vor über einem Monat vereinbarte Cameco die exklusive Abnahme von Uranprodukten aus der geplanten Paducah Laser Enrichment Facility von Global Laser Enrichment.
Cameco fungiert bei diesem Projekt als alleiniger Käufer und Verkäufer der produzierten Erzeugnisse. Die Inbetriebnahme der Anlage wird, vorbehaltlich aller erforderlichen Bedingungen, für das Jahr 2030 erwartet. Damit bleibt das Unternehmen an mehreren Stufen der nuklearen Brennstoffkette ausgerichtet.
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