Die Cameco-Aktie hat in den vergangenen Tagen ein neues 52-Wochen-Hoch markiert und einen deutlichen Kurssprung hingelegt. Getrieben wird die Bewegung vor allem von Analysten-Aufstufungen, neuen Kurszielen und milliardenschweren US-Fördergeldern für die Uran- und Anreicherungsindustrie. Parallel preist der Markt zunehmend ein strukturelles Angebotsdefizit am Uranmarkt ein – eine Konstellation, von der Cameco klar profitiert.
Analysten treiben Rally
Auslöser der jüngsten Kursdynamik war ein Stimmungsumschwung auf Analystenseite. Am Mittwoch kürte Bank of America Cameco zur „Top Pick“ im Bereich Kernbrennstoff für 2026. Analyst Lawson Winder erhöhte das Kursziel für die in den USA gelisteten Aktien (NYSE: CCJ) von 115 auf 125 US-Dollar. Begründung: steigender Strombedarf und industriepolitische Programme, die Kernenergie stützen.
Zum Wochenende folgte Rückenwind von anderer Seite. Trefis berichtete über eine siebentägige Gewinnserie mit einem Kursplus von rund 18 % in diesem Zeitraum. Gleichzeitig hob Scotiabank das Kursziel für die in Toronto notierte Aktie (TSE: CCO) auf 155 kanadische Dollar an und bestätigte ein „Outperform“-Rating. Diese geballte positive Einschätzung trieb den Kurs am Freitag auf ein Intraday-Hoch von 114,45 US-Dollar.
Milliardenförderung aus den USA
Neben den Analystenempfehlungen sorgt die Politik für zusätzliche Impulse. Das US-Energieministerium (DOE) vergab Anfang der Woche Verträge im Volumen von 2,7 Milliarden US-Dollar, um die heimische Urananreicherung zu stärken.
Der Großteil der Mittel (jeweils 900 Millionen US-Dollar) ging an American Centrifuge Operating, General Matter und Orano. Cameco profitiert indirekt über seine Beteiligung an Global Laser Enrichment (GLE). Das Unternehmen, an dem Cameco 49 % hält und eine Option auf eine Aufstockung auf 75 % besitzt, erhielt 28 Millionen US-Dollar für die Weiterentwicklung einer neuen Anreicherungstechnologie. Diese staatliche Unterstützung zahlt auf die Strategie ein, westliche Brennstoffketten unabhängiger von russischen Lieferungen zu machen.
Angebotsdefizit stützt Bewertung
Zusätzlich rückt das physische Angebotsdefizit bei Uran stärker in den Fokus. Zwar gab es zuletzt keine neue Produktionsprognose von Branchenprimus Kazatomprom, der Markt reagiert aber weiter auf die bereits im August 2025 angekündigte Kürzung der Förderziele für 2026 um 10 % auf rund 29.697 Tonnen Uran (tU). Begründet wurde dieser Schritt mit Engpässen bei Schwefelsäure.
Zu Jahresbeginn zwingt dieses reduzierte Angebot Versorger verstärkt in Vertragsverhandlungen. Schätzungen zufolge deckt die weltweite Primärproduktion derzeit nur etwa 75 % des Bedarfs der Kernkraftwerke. Die „Value over Volume“-Strategie der großen Produzenten begrenzt damit das Abwärtsrisiko für Uranpreise und stützt die hohen Bewertungsmultiplikatoren von Cameco.
Wichtige Kennzahlen im Überblick:
- Trend: Neues 52-Wochen-Hoch bei 114,45 US-Dollar (Intraday).
- Analysten: Bank of America Kursziel 125 US-Dollar; Scotiabank 155 CAD.
- Sektor-Förderung: 2,7 Mrd. US-Dollar DOE-Mittel, davon 28 Mio. US-Dollar für GLE.
- Performance: Rund 18 % Kursplus in sieben Tagen.
- Insideraktivität: CEO-Verkauf von 25.000 Aktien zu etwa 103,94 US-Dollar.
Insiderverkäufe während der Rally
Auffällig ist dabei die jüngste Insideraktivität. Am Donnerstag veräußerte CEO Timothy Gitzel 25.000 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 103,94 US-Dollar. Solche Verkäufe können Teil der persönlichen Finanzplanung sein, der Zeitpunkt innerhalb einer laufenden Rally wird am Markt jedoch oft als Hinweis auf mögliche kurzfristige Überhitzung interpretiert.
Aktuell befindet sich die Aktie in einem klaren technischen Aufwärtstrend und notiert deutlich über ihren gleitenden Durchschnitten. Die Kombination aus positiven Analystenkommentaren, US-Förderprogrammen für die Urananreicherung und einem strukturellen Angebotsdefizit im Uranmarkt macht Cameco derzeit zu einem zentralen Anlagevehikel für institutionelles Kapital im Kontext der sogenannten nuklearen Renaissance.
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